Wie sind die Heilungsaussichten bei einer Perikarditis (Herzbeutelentzündung)?
Die
Prognose ist aufgrund der Vielfältigkeit der Ursachen abhängig von der Grunderkrankung. Eine Begleitperikarditis z.B. bei einer Lungenentzündung einerseits kann folgenlos ausheilen. Ein
chronisch rezidivierender Verlauf andererseits trotz adäquater
Therapie kann den behandelnden Arzt vor eine Herausforderung stellen.
Statistisch ist bei circa 30 % der akuten Perikarditiden mit einer wiederkehrenden Herzbeutelentzündung („
Rezidiv der Pericarditis“) zu rechnen. Die
Rezidiv-Perikarditis hat eine circa 50 % Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rezidives.
Fazit zur Herzbeutelentzündung (Perikarditis)
Die Diagnose Perikarditis kann sicher gestellt werden, z.T. auch mit Hilfe neuerer bildgebender Verfahren wie der kardialen
MRT. Herzbeutelentzündungen auf dem Boden einer bekannten Grunderkrankung können durch Behandlung derselben therapiert werden. Bei unklarem Perikarderguss, Verdacht auf eitrige, tuberkulöse oder
maligne Perikarditis oder bei
chronisch rezidivierender Perikarditis kann eine
Perikardpunktion erforderlich werden. Die spezifische
Therapie orientiert sich an den Ergebnissen der differenzierten Analyse der Perikardflüssigkeit und an den Ergebnissen der Umfelddiagnostik. Die Heilungsaussicht hängt von der Behandlungsfähigkeit der jeweiligen Ursachen ab.
Bei
chronisch rezidivierender Perikarditis sowie unklarem therapierefraktärem Perikarderguss sollte ein erfahrenes kardiologisches Zentrum konsultiert werden.
letzte Aktualisierung: 22.05.2012
Artikelinformationen zu Herzbeutelentzündung (Perikarditis)