Extrasystolen sind vorzeitige Kontraktionen des Herzens, die nicht im normalen Zentrum der Impulsbildung elektrisch entstehen. Sie können komplett ohne Beschwerden verlaufen, aber auch als Herzstolpern, Aussetzer oder einfach unangenehmes Gefühl empfunden werden. Bei fehlender Herzerkrankung haben Extrasystolen keine krankmachende Bedeutung.
Extrasystolen sind vorzeitige Kontraktionen des Herzens, die nicht im normalen Zentrum der Impulsbildung, dem Sinusknoten, elektrisch entstehen. Die Entstehung der
Extrasystolen liegt in fokalen Zentren entweder auf Vorhofebene, aus der Region der Verbindung zwischen Vorhof und Kammer, dem AV-Knoten, oder auf Kammerebene. Die
Extrasystolen können als einzelne, in Pärchenform (Couplet) oder in kurzen Salven auftreten (Abb. 1). Kommt nach jedem normalen Schlag eine Extrasystole, spricht man von einem
Bigeminus.
Die
Extrasystolen können komplett ohne Beschwerden einhergehen. Sie können aber aufgrund ihrer Vorzeitigkeit als Herzstolpern empfunden werden. Aufgrund nachfolgender Pausen des Sinusknotens können sie aber auch als Aussetzer empfunden werden. Durch die Pause kommt es zu einer stärkeren Füllung der Herzkammern des nachfolgenden Schlages. Die Entleerung der Kammern während dieses normalen Impulses wird daher oft als unangenehm empfunden.
Welche Bedeutung haben Extrasystolen für die Gesundheit?
Die Präsenz von
Extrasystolen ist häufig, nahezu jeder Mensch kann
Extrasystolen im
EKG zeigen. Bei fehlender Herzerkrankung haben
Extrasystolen keine krankmachende Bedeutung.
Extrasystolen aus der Herzkammer können aber auch bei Herzmuskelerkrankungen auftreten und führen hierbei selten zu lebensbedrohlichen Formen von Kammerherzrasen. Insofern ist die Dokumentation von gehäuften symptomatischen Kammerextrasystolen immer mit der Frage verbunden, ob eine Herzmuskelerkrankung vorliegt. Diese muss mittels
Echokardiographie oder
Kernspintomographie ausgeschlossen werden. Sind viele Kammerextrasystolen vorhanden, die alle aus einem einzigen Fokus in der Kammer kommen und die zu störenden Symptomen bei dem Patienten führen, kann dieser Herd in der Kammer durch Katheterablation erfolgreich behandelt werden.
Bei der Entstehung von
Vorhofflimmern spielen
Extrasystolen aus den Lungenvenen eine wichtige Rolle. Diese können als einzelne
Extrasystolen auftreten, es kann aber auch zu kurzen Salven von
Extrasystolen kommen, die dann in
Vorhofflimmern übergehen können (Abb. 2).
Die Entdeckung dieses Trigger-Mechanismus führte zu der Entwicklung der
Therapie der elektrischen Pulmonalvenenisolation durch Katheterablation. Die Pulmonalvenenisolation stellt heute ein Standardverfahren bei der Behandlung von
Vorhofflimmern da.
letzte Aktualisierung: 03.02.2012