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Bluthochdruck – Hypertonie ist eine Erkrankung, bei der der Blutdruck dauerhaft erhöht ist. Als allgemeiner Richtwert für die Diagnose „Hypertonie“ gilt der von der WHO international anerkannte Grenzwert von 140/90 mmHg.
Bluthochruck bleibt häufig lange unentdeckt
Die meisten Betroffenen leben über einen längeren Zeitraum mit einem erhöhten Blutdruck, ohne etwaige Einschränkungen oder Anzeichen zu spüren. Aber grade das macht diese Erkrankung so gefährlich. Denn auch nur leicht erhöhte Blutdruckwerte über einen längeren Zeitraum hinweg, können das Gefäßsystem langfristig schädigen - besonders wenn die Patienten bereits von weiteren Risikofaktoren, wie erhöhten Cholesterinwerten, Arteriosklerose, Zustand nach Schlaganfall oder Herzinfarkt und Diabetes Mellitus betroffen sind. Die Deutsche Hochdruckliga e.V. spricht aus diesem Grund auch von einem „individuellen kardiovaskulären Risiko“, welches bei der Wahl der jeweiligen Therapie berücksichtigt werden muss.Der Blutdruck ist der Druck, mit dem das Herz Blut durch das Gefäßsystem pumpt. Sein Wert wird beeinflusst durch die Herzleistung und die Weite der Blutgefäße. Die Herzleistung ist als „Herzminutenvolumen“, d.h. als die jenige Blutmenge messbar, die vom Herzen pro Minute bewegt wird. Die Gefäßweite bestimmt den Widerstand den der Herzmuskel bei seiner Pumparbeit überwinden muss.
Die Regulation beider Parameter ist ein komplexes Zusammenspiel. Es wird hauptsächlich über das vegetative Nervensystem und hormonell gesteuert. Die Höhe des Blutdrucks schwankt je nach körperlicher Aktivität und verändert sich im Tagesverlauf (nachts erniedrigt, morgens erhöht). Auch psychische Faktoren haben einen großen Einfluss: Der sprichwörtlich „dicke Hals“ belegt die blutdrucksteigernden Effekte von Ärger, Anspannung und Hektik.
Der Blutdruck wird in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gemessen. Der erst genannte Wert beschreibt den systolischen Druck, den Wert, der in den Arterien herrscht, wenn das Herz das Blut in die Arterien pumpt. Der zweite Wert beschreibt den diastolischen Druck, den Wert, der in den Arterien herrscht, wenn sich das Herz wieder mit Blut füllt. Der optimale Blutdruckwert liegt bei 120/80 mmHg.
Zunächst verursacht eine Hypertonie keine spürbaren Probleme. Aber schon ein konstant leicht erhöhter Blutdruck (130/80 - 135/85 mmHg) kann einzelne Organe und das Herz- und Gefäßsystem langfristig schädigen. Bluthochdruck gilt als wichtiger Risikofaktor für Nieren-, Gefäß- und Herzerkrankungen. Die Gefahr eine Nierenschädigung, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden steigt, wenn weitere Risikofaktoren wie Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Übergewicht (Bauchfettleibigkeit) und Rauchen hinzukommen.
In den meisten Fällen bleibt die Ursache für den Bluthochdruck ungeklärt. Eine organische Ursache ist häufig nicht zu finden. Der Mediziner spricht dann von einer „primären Hypertonie“. Allerdings können lang anhaltender Stress, Übergewicht (Bauchfettleibigkeit), Bewegungsmangel, familiäre Disposition und hoher Salz- oder Lakritzkonsum die Entstehung einer Hypertonie begünstigen.
Von einer „sekundären Hypertonie“ spricht man, wenn der Bluthochdruck die Folge einer anderen Grunderkrankung ist. Solche Erkrankungen sind Nierenerkrankungen, Nierenarterienstenosen und Erkrankungen, die Störungen im Hormonhaushalt verursachen.
einmal den Blutdruck beim Hausarzt messen zu lassen. Ist dieser erhöht sollte die Messung zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal wiederholt werden.
Ein wirklich aussagekräftiges Ergebnis kann allerdings nur eine 24-Stunden-Langzeitmessung erbringen. Mit Hilfe eines mobilen Messgeräts wird ein 24-Stunden-Blutdruckprofil erstellt. Eine Weißkittel-Hypertonie, ein Bluthochdruck, der nur beim Arzt auftritt, und eine maskierte Hypertonie, ein vorhandener Bluthochdruck, der beim Arztbesuch normal ist, kann auf diese Weise ausgeschlossen werden.
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medführer-Redaktion |
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| Verwendete Quellen: Leitlienien der Deutschen Hochdruckliga e.V. |
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