Spezialbehandlungen, Methoden & Techniken
– Biopsiebasierte molekulargenetische und virologische Diagnostik von Kardiomyopathien
– Entwicklung und klinische Anwendung neuer Therapieverfahren bei Kardiomyopathien
– Gesamtes Spektrum katheterinterventioneller Verfahren bei kardialen, cerebralen u. peripheren Gefässverengungen
Besonderheiten in der Diagnostik
Die Abteilung bietet das vollständige Spektrum nicht-invasiver und invasiver diagnostischer Verfahren an. In der nicht-invasiven Kardiologie sind alle Routineverfahren verfügbar wie Standard-EKG, Langzeit-EKG mit ST-Segment-Analyse, Belastungstests (Fahrradergometrie, Stressechokardiographie, Ergospirometrie), 2- und 3-dimensionale, farbkodierte und transösophageale Echokardiographie. Zusätzlich sind speziellere Verfahren wie Kipptisch-Untersuchung, T-Wellen-Alternans-Analyse und Event-Recorder verfügbar. Das invasive Spektrum umfasst die Diagnostik von Herzkranzgefäßerkrankungen mittels Koronarangiographie einschließlich Messung der fraktionierten Flussreserve (FFR), wobei ein besonderer Schwerpunkt die Untersuchung von Gefäßverengungen mittels intravaskulären Ultraschall (IVUS) darstellt, von Herzklappenfehlern mittels Links- und Rechtsherzkatheteruntersuchung, und von Herzrhythmusstörungen mittels elektrophysiologischer Untersuchung. Zur Diagnostik von Herzmuskelentzündungen und Kardiomyopathien (DCM, HCM) erfolgt die Entnahme von Herzmuskelbiopsien, welche nach modernsten Verfahren histologisch, immunhistologisch, elektronenmikroskopisch und molekularbiologisch auf Entzündung und Vorhandensein von Virusinfektionen untersucht werden.
Besonderheiten in der Therapie
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Entwicklung und klinischen Anwendung fundamental neuer Therapieverfahren bei Kardiomyopathien. Diese werden in internationalen Studien evaluiert, die die Klinik zu einem weltweit führenden Zentrum auf dem Gebiet der humanen Kardiomyopathien machen. Zur Therapie der koronaren Herzkrankheit wird das gesamte Spektrum aller heute verfügbaren Verfahren angewandt, insbesondere Ballondilatatin sowie Implantation konventioneller und medikamentenbeschichteter Stents, wobei dies in einem Großteil der Fälle unter Kontrolle mittels intravaskulärem Ultraschall oder der optischen Kohärenztomographie (OCT) erfolgt. Bei stark verkalkten Gefäßen besteht hohe Erfahrung in der Anwendung der Rotablation (Ausfräsen des Kalks). Die katheterbasierten Eingriffe werden hier zunehmend auf Bereiche ausgeweitet, die bisher der Chirurgie vorbehalten waren, wie die Aufweitung von koronaren Hauptstammverengungen oder sehr komplexen Koronarstenosen, der Halsschlagader (A. carotis), ebenso wie die perkutane Therapie bestimmter Herzklappenfehler (Aortenstenose, Mitralvitien). Ein weiterer besonderer Schwerpunkt besteht in der Therapie von Herzrhythmusstörungen in Form von Hochfrequenzstrom- oder Kryo- Ablation bei Vorhofflimmern und bei anderen Tachykardien.