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Statistiken - Herzkreislaufkrankheit Statistiken

Die Häufigkeit von Herzkreislaufkrankheiten/ Statistik

Herzkreislaufkrankheiten stehen seit langem an der Spitze der Todesursachenstatistik in den westlichen Industrienationen. In der Bundesrepublik Deutschland waren im Jahr 2000 fast 50 % der Todesfälle durch Herzkreislaufkrankheiten bedingt.

In den 50er Jahren wurde – zuerst in den USA – eine Epidemie der Herzkreislaufkrankheiten beobachtet. Sie wurden zur führenden Krankheits- und Todesursache in der westlichen Welt. Dies führte zu großen Anstrengungen in der Erforschung und Behandlung dieser Krankheitsgruppe. Bereits in den 60er Jahren waren die wichtigsten Risikofaktoren bekannt (erhöhter Blutzucker, erhöhte Blutfette, Bluthochdruck, Nikotin). In der Folge gelang es, die Ausprägung dieser Risikofaktoren in der Bevölkerung zu vermindern. In den 70er und 80er Jahren kam es zu einem Rückgang der Herzkreislauf-bezogenen Sterblichkeit.

Dies war vor allem Verdienst von modernen Behandlungsmethoden, besonders im Bereich des Herzinfarkts. So führte die Einführung von Intensivstationen und die Möglichkeit der Herzkatheteruntersuchung und kathetergestützten Behandlung zu einer deutlichen Verbesserung der Überlebensrate bei Herzinfarkt.

 Während sich somit die Überlebenschancen der Herzkreislaufpatienten deutlich besserte, zeigte sich in der Zahl neuer Erkrankungsfälle nur ein geringer Rückgang. In den letzten Jahren ist die Zahl der Erkrankungen in der westlichen Welt stabil geblieben. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass zwar die Blutfette und die Blutdruckwerte in der Bevölkerung niedriger sind, aber fast unverändert geraucht wird. Fettleibigkeit und körperliche Inaktivität nehmen sogar zu, und es wird ein dramatischer Anstieg der Blutzuckerkrankheit beobachtet. Weil die Überlebenschancen sich bessern, die Erkrankungsrate aber unverändert bleibt, zeigen sich zunehmend Spätstadien der Herzkreislaufkrankheiten.

Dies betrifft vor allem die Herzschwäche nach Herzinfarkt. Unglücklicherweise sind der plötzliche Herztod oder der schwere Herzinfarkt häufig erstes Zeichen einer Herzkrankheit. Dann gibt es oft kaum noch Möglichkeiten der Behandlung, und die Fortschritte der modernen Medizin sind für die betroffene Person nutzlos. Vor diesem Hintergrund erklärt sich die besondere Bedeutung der Vorbeugung. statistik2.jpg

letzte Aktualisierung: 04.02.2010
Autor - PD Dr. med. A. Schmermund 
Autor - Dr. med. E. Bruckenberger 
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