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Diagnose und Vorsorge - Krankheitsbild - Magnetresonanztomographie (MRT)

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Magnetresonanztomographie (MRT, NMR, Kernspintomographie)
Magnetresonanztomographie (MRT, NMR, Kernspintomographie)

Magnetresonanztomographie (MRT, NMR, Kernspintomographie)

Claudia Preuß


Was ist die Magnetresonanztomographie (MRT)?

Die Magnetresonanztomographie (auch MRT, NMR oder Kernspintomographie genannt) erzeugt Schnittbilder des menschlichen Körpers. Sie benötigt im Gegensatz zu der Computertomographie keine Röntgenstrahlen, sondern lediglich ein starkes Magnetfeld und Radiowellen. Das physikalische Prinzip ist schon seit 1946 bekannt, seit Beginn der 80er Jahre wird es auch als diagnostisches Verfahren in der Medizin verwendet.

Welches Prinzip steckt hinter der MRT (Magnetresonanztomographie)?
 
Atomkerne besitzen eine spezielle physikalische Eigenschaft, die als Kernspin bezeichnet wird. Stark vereinfacht kann man sich jeden Atomkern als kleinen Kreisel vorstellen, der sich um seine eigene Achse dreht. Gleichzeitig wirkt jeder dieser Kreisel wie ein sehr schwacher Magnet.
Diese physikalischen Eigenschaften macht sich die MRT zunutze. Dabei spielen insbesondere die Wasserstoffatome des Körpers eine Rolle, denn der menschliche Körper besteht zu ca. 80 % aus Wasser.
Normalerweise zeigen die Drehachsen der „Kreisel“ ungeordnet in alle beliebigen Richtungen. In dem Magnetresonanztomographen werden die „magnetischen“ Drehachsen der Wasserstoffkerne des Körpers durch ein sehr
starkes Magnetfeld – ca. 10.000 bis 30.000-fach stärker als das Magnetfeld der Erde – ausgerichtet.

Wie werden die MRT-Bilder erzeugt?

Die in diesem Magnetfeld ausgerichteten Wasserstoffkerne können mit Hilfe von Radiowellen aus ihrer aufgezwungenen Position ausgelenkt werden. Schaltet man die „störenden“ Radiowellen wieder ab, so springen die Atome wieder in die Richtung zurück, die ihnen von dem starken Magnetfeld vorgegeben wird. Dabei senden die Atome Signale aus, die durch hoch empfindliche Antennen gemessen werden können.
Der Scanner des MRT fängt diese schwachen Signale auf, verstärkt sie und übermittelt sie einem Computer, der sie zu Bildern weiterverarbeitet.

Wie läuft eine MRT-Untersuchung ab?

Während der Untersuchung liegt der Patient in einer großen zylinderförmigen Röhre, dem Magneten. Der Patient muss dabei absolut ruhig liegen, damit die Aufnahmen nicht gestört werden.
Da der Patient während der Untersuchung einem starken Magnetfeld ausgesetzt ist, müssen alle Schmuck- und Metallgegenstände ablegt werden. Genauso wichtig ist es, vor der Untersuchung zu erörtern, ob Metallgegenstände wie z. B. ein künstliches Hüftgelenk, Schrauben in den Knochen, chirurgische Clips oder elektrische Geräte wie Hörapparate oder einen Herzschrittmacher im Körper vorhanden sind.
Die Untersuchung selbst ist völlig schmerzfrei. Während der Untersuchung werden allerdings vom Gerät sehr laute Klopfgeräusche erzeugt. Da die Röhre relativ eng und laut ist, kann bei empfindlichen Personen das Gefühl von Platzangst auftreten. Beruhigende Medikamente verhindern diesen Zustand.

Fazit zur Magnetresonanztomographie (MRT)

Der Vorteil der MRT aus medizinischer Sicht liegt nicht nur in der sehr guten Qualität der Weichteildarstellung, sondern auch in der Tatsache, dass ohne Umlagerung des Patienten jede beliebige Schichtebene dargestellt werden kann. Mit Hilfe der Magnetresonanztomographie sind Darstellungen der Organe möglich, die mit der Computertomographie nicht erreicht werden können. Außerdem lassen sich durch Kontrastmittelgabe nicht nur Organe sondern auch Gefäße darstellen.

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