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Diagnose und Vorsorge - Krankheitsbild - Belastungs-Echokardiographie

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Belastungs-Echokardiographie
Belastungs-Echokardiographie

Zunächst setzen Sie sich ganz normal auf die Untersuchungsliege und werden mit dem EKG und Blutdruckmessgerät verbunden. Anschließend legen Sie sich auf die Liege und werden dann vom Untersucher in die Horizontale gekippt (bis 10/20°), danach erfolgt die seitlich gerichtete Kippung.

Während des Kippens legt der Untersucher bereits den Schallkopf auf Ihren Brustkorb auf, um den Tisch so weit zu neigen, dass gute Bilder erzielt werden. Die maximale Neigung liegt bei 45°. Als erstes erfolgt die Ruheuntersuchung, in der alle Ebenen des Herzens dargestellt werden. Parallel werden die Aufnahmen online digitalisiert und auf Video aufgenommen, um sie später mit den Bildern unter Belastung zu vergleichen. Wichtig ist die richtige Atmung während der Untersuchung. Der Untersucher wird Ihnen vor jeder Bildsicherung mitteilen, dass Sie einmal tief einatmen und ausatmen sollen. Nach der Ausatmung wird das Bild gesichert. Nach der Untersuchung in Ruhe erfolgt die Belastung durch Radfahren. Nach je zwei Minuten wird die Wattzahl erhöht. Am Ende der Untersuchung folgt die Ruhephase, in der noch eine Überwachung stattfindet, bis Sie zu ihrer Ausgangsform zurückgekehrt sind. Abhängig von Ihrer Belastungsfähigkeit ist mit einer Untersuchungsdauer von 20 - 30 Minuten zu rechnen.

Altersbezogen kalkulieren wir die mögliche maximale Herzfrequenz und beenden die Belastung spätestens, wenn Sie diesen Wert erreicht haben.

Wozu bekommt man ein Belastungs- Echo?

Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung: Grundsätzlich wird bei Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung eine Stress-Echokardiographische Untersuchung durchgeführt, vor allem dann, wenn Sie körperlich belastbar sind und im EKG keine Beweise für eine koronare Herzerkrankung gefunden worden sind (Die Aussagefähigkeit wird um 20 - 30 % erhöht) oder Sie eindeutige Beschwerden haben, aber das EKG unauffällig ist. Alternativ kann die Szintigrafie eingesetzt werden. Wenn Ihr Belastungs-EKG unauffällig ist, besteht aufgrund der stärkeren Empfindlichkeit der Echokardiografie eine Indikation zur Durchführung. Gleiches gilt, wenn man mit dem Belastungs-EKG keine eindeutige Aussage treffen kann.

Sonstige Indikationen

Kontrolle nach: 

  • PTCA 
  • Bypass-OP.

Vitalitätsdiagnostik: 

  • nach Herzinfarkt 
  • vor Bypass-OP 
  • außerhalb der Koronaren Herzkrankheit 
  • Herzklappenfehler 
  • Chemotherapie, die das Herz angreift 
  • Kardiomyopathien (Herzmuskelerkrankungen).

Welche Belastungsform wird gewählt?

Inwieweit Sie belastet werden, hängt von Ihrer Herzerkrankung ab, ebenso vom Ruhebefund, der technischen Beschallbarkeit und Ihrer Fähigkeit, sich zu belasten. Zunächst sollte jedoch die körperliche Belastung gewählt werden, da hier eine größere klinische Erfahrung vorliegt, die Nebenwirkungen geringer sind und der höchste Sauerstoffverbrauch des Herzens erzielt werden kann.

Die medikamentöse Stimulation wird gewählt, wenn Sie gar nicht oder nicht ausreichend belastbar sind, die Möglichkeit bei körperlicher Belastung ein gutes Echobild zu erzielen eingeschränkt ist, oder Sie nicht zu einer körperlichen Belastung bereit sind.

Welche möglichen Risiken und Komplikationen kommen auf Sie zu?

In der Regel ist die Untersuchung unkompliziert. Jeder 8. Patient empfindet ein Druckgefühl in der Brust (Angina Pectoris-Beschwerden), welches in der Regel nach Ende der Belastung oder nach Medikamentengabe verschwindet.

Leichtere Nebenwirkungen wie Übelkeit, geringe Atembeschwerden, Hitzegefühl, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, Schwindel, Herzklopfen, Kribbeln und/oder Magenbeschwerden können vorkommen, sind aber nicht behandlungsbedürftig.

Leichte Herzrhythmusstörungen und Extraschläge/ Extrasystolen (Zusatzschläge) klingen in der Regel von selbst ab. Selten ist die Gabe von Medikamenten erforderlich, z.B. Beta Blocker, um das Herz wieder zu beruhigen, Nitroglycerin bei Angina Pectoris Beschwerden.

Schwerwiegende Rhythmusstörungen sind noch seltener. Sie bedürfen einer sofortigen Behandlung mittels Defibrillation (Schocktherapie des Herzens mit Strom). Das Risiko zu Herzrhythmusstörungen ist im Vergleich zur körperlichen Belastung bei der medikamentösen Belastung leicht erhöht. Für den Falle, dass Nebenwirkungen auftreten, liegen Medikamente bereit, um diese zu beheben.

Sehr selten treten asthmaartige Anfälle nach Dipyridamol auf, die sich jedoch durch die Gabe von Medikamenten (z.B. Theophyllin) beheben lassen. Lebensbedrohliche Komplikationen wie Herzinfarkt oder Herzstillstand sind extrem selten, wobei das Risiko bei einem bereits schwer vorgeschädigten Herzen erhöht ist.

Was sollten Sie tun?

Wie können Sie sich vorbereiten? Bringen Sie leichte bequeme, am besten Sportkleidung, ein Handtuch und Turnschuhe mit. Um Risiken und Komplikationen vorzubeugen, informieren Sie ihren Arzt bitte vor der Untersuchung über:

  • Medikamente, die Sie einnehmen, insbesondere gegen hohen Blutdruck 
  • Schmerzmittel, gerinnungshemmende Mittel sowie die Antibabypille 
  • Herzerkrankungen wie Angina Pectoris, Herzinfarkt, Herzfehler 
  • Rhythmusstörungen 
  • Herzmuskelentzündung 
  • Kreislauferkrankungen wie zu hoher oder zu niedriger Blutdruck 
  • Atemnot beim Treppensteigen, abendliches Anschwellen der Beine, häufigeres Wasserlassen bei Nacht 
  • Tragen eines Herzschrittmachers oder einer künstlichen Klappe 
  • Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber Nahrungsmitteln, Pflaster, Elektroden, Latex – Glaukom (grüner Star) 
  • vorliegende Schwangerschaft.

Nehmen Sie später ein Bad oder duschen Sie. Trinken Sie vor allem ausreichend, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Vor der Untersuchung

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber, ob Sie ihre Medikamente absetzen müssen. Einige Medikamente könnten das Untersuchungsergebnis verfälschen.

Bitte essen und trinken Sie 4 Stunden vorher nichts mehr (auch keinen Kaugummi, Bonbons oder ähnliches). Sagen Sie es dem Arzt/der Ärztin, wenn Sie doch etwas zu sich genommen haben. Medikamente nehmen Sie bitte nach ärztlicher Anweisung ein!

Bei Beschwerden während der Untersuchung, wie Schmerzen in der Brust, anderen Herzbeschwerden oder Luftnot verständigen Sie bitte die Ärztin oder den Arzt.


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