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Diagnose und Vorsorge - Krankheitsbild - Abfrage eines implantierten Defibrillators

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Abfrage eines implantierten Defibrillators
Abfrage eines implantierten Defibrillators

Was ist ein implantierter Defibrillator?

Bei einem implantierbaren Defibrillator handelt es sich um ein ca. streichholzschachtelgroßes Gerät, welches im Bereich der Brustmuskulatur implantiert wird und Herzrhythmusstörungen behandeln kann. Zur näheren Beschreibung des Gerätes wird hier auf das Kapitel 3.11.6 verwiesen.

Was ist eine Defibrillatorabfrage?

Bei den implantierbaren Defibrillatoren handelt es sich um Hightech-Geräte, die einer regelmäßigen Kontrolle bedürfen.

Diese Kontrolle wird von außen durchgeführt und eine stationäre Aufnahme ist nicht notwendig. Die Datenabfrage und die Messungen erfolgen über einen sogenannten Telemetriekopf, der auch eine Umprogrammierung des Systems erlaubt. Mit der Defibrillatorabfrage werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen verfügt das Gerät über einen Speicher, in dem etwaige Herzrhythmusstörungen aufgezeichnet werden. Dadurch ist es dem betreuenden Arzt möglich, eine Aussage zu treffen, ob bei einem Patienten Herz- rhythmusstörungen aufgetreten sind, die durch das Gerät behandelt worden sind. Vereinfacht kann man also sagen, dass der implantierte Defibrillator zu jedem Zeitpunkt die elektrische Aktivität des Herzens kontrolliert und krankhafte Veränderungen abspeichert und gegebenenfalls behandelt. Diese Aufzeichnungen werden bei der Defibrillatorabfrage vom Arzt abgelesen und beurteilt.

Neben dieser Kontrolle der rhythmologischen Ereignisse werden bei der Abfrage jedoch auch die wichtigen technischen Funktionen des Defibrillators kontrolliert. Hierzu gehört zum Beispiel, ob die Elektroden, über die das Herz stimuliert wird und Schocks abgegeben werden, einwandfrei funktionsfähig sind. Auch diese Messungen werden vom Arzt über den Telemetriekopf durchgeführt.

Kann etwas bei der Defibrillatorkontrolle passieren?

Wie oben angesprochen werden im Rahmen der Defibrillatorabfrage verschiedene Messungen durchgeführt. Diese werden in der Regel vom Patienten nicht als unangenehm wahrgenommen. Eine Schockabgabe erfolgt im Rahmen der Abfrage nicht. Da die Defibrillatorabfrage überwiegend aus Messungen und Datenauslesen besteht, muss mit einem ernsthaften Zwischenfall nicht gerechnet werden.

Welcher Zeitaufwand ist für die Defibrillatorabfrage notwendig?

Sofern keine schwerwiegenden rhythmologischen Ereignisse in den letzten Monaten aufgetreten sind, dauert eine Abfrage nicht länger als eine Stunde. Da die implantierbaren Defibrillatoren nur über einen begrenzten Speicherplatz verfügen, sollte die Abfrage alle drei Monate erfolgen.


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