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Segmentale Radiofrequenzablation bei Varizen - Hintergrund

Segmentale Radiofrequenzablation bei Varizen


Die segmentale Radiofrequenzablation (RFA) ist ein minimal-invasives Verfahren zur Behandlung von Varizen, das im Gegensatz zur klassischen Varizen-Operation ohne Narkose ambulant durchgeführt werden kann. Dabei wird in die von Varizen betroffene Vene eine Sonde eingebracht, auf circa 90 bis 120 Grad erhitzt und schrittweise zurückgezogen. Ziel der RFA ist es, die von Varizen betroffene Vene zu verschließen. Die Risiken dieses Verfahrens zur Behandlung von Varizen sind gering.

Definition und Ursachen von Varizen


Varizen, besser bekannt als Krampfadern, sind krankhaft erweiterte Venen mit einem gestörten Blutabfluss. An den Beinen treten Varizen entweder als isolierte Seitenastvarikosis (Funktionsstörung der Seitenäste der großen Stammvenen), als Perforansinsuffizienz (Funktionsstörung der Verbindungsvenen zwischen dem oberflächlichen und tiefen Venensystem) oder als Varikosis der Vena saphena magna und/oder parva (Funktionsstörung der großen und der kleinen oberflächlichen Stammvene) auf.



Man unterscheidet bei der Varizen-Krankheit die häufige primäre Varikosis von der seltenen sekundären Varikosis. Die sekundäre Varikosis tritt z.B. als Folge einer tiefen Venenthrombose mit chronisch venöser Insuffizienz auf. Die primäre Varikosis ist bedingt durch eine unzureichende Klappenfunktion mit Dilatation (Erweiterung) der Venen, welche dann wiederum im Sinne eines circulus vitiosus (Teufelskreises) zu einer weiteren Verschlechterung der Klappenfunktion führt. Ist die Mündungsklappe der Vena saphena magna (große oberflächliche Stammvene) in der Leistenregion von Varizen betroffen und ein Reflux (Rückfluss) vorhanden, spricht man von einer „Stammvarikosis“. Sind nur die Seitenäste von Varizen betroffen, spricht man von einer „Seitenastvarikosis“.

Therapie von Varizen


Die übliche Therapie von Varizen besteht in der Kompressionstherapie zur Wiederherstellung eines physiologischen Abstroms des venösen Blutes. Reicht das nicht aus, kommt auch – nach sorgfältiger und leitliniengerechter Diagnostik der Venenfunktion – die operative Behandlung des von Varizen betroffenen, oberflächlichen Venensystems in Betracht. Hierfür stehen mehrere Verfahren zur Verfügung:
  1. die klassische Stripping-Operation nach Babcock (seit 1907)
  2. die Verwendung sogenannter intraluminaler (endovenöser) Verfahren wie Laser oder Radiofrequenzablation (seit 1998)
  3. die Schaumverödung
letzte Aktualisierung: 14.05.2012

Artikelinformationen zu Segmentale Radiofrequenzablation bei Varizen
Autor
Prof. Dr. Storck

Prof. Dr. med. Martin Storck

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