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Radiofrequenzablation - Hintergrund

Radiofrequenzablation


Die Radiofrequenzablation hat sich als kuratives Verfahren der ersten Wahl bei der Behandlung von Tachykardien (Herzrasen) fest etabliert. Bei einer Radiofrequenzablation wird Gewebe durch Hochfrequenzstrom stark erwärmt und damit zerstört. Bei sachgemäßer Anwendung ist die Radiofrequenzablation ein komplikationsarmes Verfahren.


In welchen Fällen wird die Radiofrequenzablation eingesetzt? Wie sind die Erfolgsraten bei der Radiofrequenzablation?


Das einer Radiofrequenzstrom-Katheterablation (Radiofrequenzablation) zugrunde liegende Prinzip ist die durch Hochfrequenzstrom induzierte Erwärmung von Gewebe. Die Hochfrequenzstrom-Katheterablation hat sich als kuratives Verfahren der ersten Wahl bei der Behandlung supraventrikulärer und atriovenrikulärer Tachycardien fest etabliert. Die Erfolgsraten der Radiofrequenzablation liegen bei > 90 % bei sogenannten AV-Knoten-Reentry-Tachycardien, AV-Reentry-Tachycardien wie z.B. das WPW-Syndrom und bei atrialen Tachycardien, insbesondere dem typischen Vorhofflattern mit einem Makro-Reentry im rechten Vorhof.



Diese hohen Erfolgsraten sind nicht allein auf Verbesserungen der Technik der Hochfrequenzstromapplikation zurückzuführen, sondern werden ganz wesentlich von den verbesserten Möglichkeiten der Lokalisation des sogenannten Tachycardieursprungs bzw. von Strukturen bestimmt, die einen essentiellen oder kritischen Teil eines Reentry-Kreises bilden.

Ebenfalls hohe Behandlungserfolge werden inzwischen auch für die Katheterablation von sogenannten ektopen atrialen Tachycardien oder von Kammer-Tachycardien berichtet. Bei der Katheterablation von Vorhofflimmern handelt es sich um ein derzeitig sich zunehmend etablierendes Verfahren, bei dem die Pulmonalvenen durch eine sogenannte Pulmonalvenen-Isolation elektrisch isoliert werden. Hier sind Erfolgsraten von 70 % erreichbar.



Bei Patienten nach Myocardinfarkt entwickeln sich sogenannte Kammertachycardien, die, wenn sie akzelerieren, zu Kammerflimmern führen und Hauptursache des plötzlichen Herztodes darstellen. Hier gilt die Implantation eines sogenannten Defibrillators (ICD) als Therapie der ersten Wahl. Um gehäufte Defibrillationen zu verhindern, kann auch eine ergänzende Kammer-Tachycardie abladiert werden, im Sinne einer Unterbrechung gehäufter sogenannter unaufhörlicher Arrhythmien.
letzte Aktualisierung: 27.05.2012

Artikelinformationen zu Radiofrequenzablation
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Prof. Dr. med. Rolf Michael Klein

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Dr. med. Reinhard Niehues

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