Diagnostik
Die Diagnosestellung einer PAH beruht primär darauf, andere mögliche Erkrankungen als Ursache auszuschließen. Hierzu stehen mehrere Verfahren zur Verfügung. Wichtigste Methoden zur Diagnosesicherung sind dabei die Doppler-Echokardiografie und die Rechtsherzkatheterisierung.
Begonnen wird in der Regel mit nichtinvasiven Verfahren. So gibt ein betonter zweiter Herzton, der bei 93 % aller Patienten vorliegt, erste Hinweise auf eine PAH. Weitere Aufschlüsse geben EKG, Lungenfunktionstest und das Röntgen des Thorax. Das Vorliegen einer Lungenembolie kann mittels einer Computertomografie ausgeschlossen werden.
Angeborene Defekte der Herzklappen und -kammern können durch eine Doppler-Echokardiografie erkannt werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, die Größe und Funktion des rechten Herzventrikels zu messen und den mittleren Druck in den Lungenarterien (Pulmonal Arterial Pressure, PAP) abzuschätzen. Diese Methode wird in der Regel auch zur engmaschigen Kontrolle der Krankheitsprogression und des Therapieansprechens verwendet.
Das invasive Verfahren der Rechtsherzkatheterisierung dient zur Bestätigung der Diagnose. Hiermit werden die Fließeigenschaften des Blutes, der Gasaustausch und der exakte Druck in den Lungenarterien (im Mittel und systolisch) gemessen. Im Rahmen dieser Untersuchung wird gleichzeitig die Reaktionsfähigkeit der Arterien auf gefäßerweiternde Substanzen untersucht. Bei Patienten, die hierauf ansprechen (Responder), besteht die Möglichkeit, Kalziumantagonisten zur Therapie einzusetzen, was die Behandlung wesentlich erleichtert.
Dr. med. Torsten Rothärmel
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