Faktoren, die das Operationsrisiko beeinflussen Zu den wichtigsten Faktoren, die für die Risikoabschätzung und für die Wahl des Operationszeitpunktes bei Mitralklappenoperationen von Bedeutung sind, zählen das Alter, das Ausmaß der Leistungseinschränkung (z.B. Treppensteigen nur noch mit großer Anstrengung möglich), die Schwere der Symptome (z.B. Atemnot), das Vorhandensein von Herzrhythmusstörungen (z.B. Herzstolpern, Herzrasen), das gleichzeitige Vorliegen einer Erkrankung der Herzkranzgefäße oder einer weiteren Herzklappe, die Art und Schwere der Herzklappenerkrankung, die Pumpfunktion der linken Herzkammer und deren Größe, die Höhe des Blutdruckes in der Lungenschlagader und das Vorliegen von Begleiterkrankungen der
Lunge (z.B. Asthma) oder der Nieren.
Risiken abwägen Die Wahl des optimalen Operationszeitpunktes bei Mitralklappenerkrankungen erfordert die Berücksichtigung einer Vielzahl individueller Einflussfaktoren, die das Operationsrisiko und den Verlauf nach der Operation beeinflussen können. Dabei gilt es, das Risiko des operativen Eingriffes gegen das Risiko einer Verschlechterung bei Behandlung mit Medikamenten gegeneinander abzuwägen. Moderne, schonende Untersuchungsverfahren erlauben eine genaue Beurteilung der Klappenfunktion und eine exakte Operationsplanung. Das mit einer klappenerhaltenden Operation verbundene Risiko ist gering. Die Operation sollte frühzeitig, noch vor Auftreten von Beschwerden bzw. vor einer einsetzenden Verschlechterung der Pumpfunktion des Herzens durchgeführt werden.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
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