Bei der internen Kardioversion handelt es sich um ein Verfahren der Kardiologie, bei dem durch einen Katheter ein Elektroschock abgegeben wird, um Vorhofflimmern, das nicht durch das externe (äußere) Auflegen von Elektroden beendet werden kann, zu behandeln.
Was passiert bei der internen Kardioversion?
Wie bei der elektrophysiologischen Untersuchung wird bei der internen Kardioversion eine Schleuse in die Leistenvene gelegt. Über diese Schleuse wird ein Katheter zum Herzen vorgeführt. Dabei befindet sich der Katheter zu jeder Zeit der Untersuchung in den rechten Herzhöhlen bzw. in den Pulmonalarterien, sodass eine Störung der Koronararterien nicht auftreten kann. Es besteht dann die Möglichkeit, einen Elektroschock über diesen Katheter abzugeben. Durch diesen Elektroschock können zum Beispiel elektrisch unkoordinierte Vorhofaktionen, wie beim Vorhofflimmern, wieder in einen koordinierten, rhythmischen Sinusrhythmus überführt werden.
Welche Herzrhythmusstörungen können mit der internen Kardioversion behandelt werden?
Das wichtigste Behandlungsfeld für die interne Kardioversion ist das Vorhofflimmern, wenn eine externe Kardioversion zu keinem Erfolg geführt hat.
Welche Vorteile hat die interne Kardioversion im Vergleich zur externen Kardioversion?
Da die Energieabgabe direkt im Herzen erfolgt, sind wesentlich niedrigere Energieabgaben (17 Joule) als bei der externen Kardioversion (200, besser 360 Joule) erforderlich. Darüber hinaus können mit diesem Verfahren auch Patienten wieder in den Sinusrhythmus überführt werden, bei denen eine externe Kardioversion erfolglos war.
Dr. med. H. Wineke
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