Immunadsorption bei dilatativer Cardiomyopathie
Die Immunadsorption stellt eine neue und vielversprechende Therapie der Herzschwäche infolge einer Herzmuskelentzündung dar, Komplikationen oder Risiken sind gering.
Was ist eine dilatative Cardiomyopathie?
Die dilatative Cardiomyopathie ist eine Erkrankung des Herzmuskels, die zu einer Herzpumpschwäche führt. Die Ursachen sind vielfältig, bei einem Teil der Patienten ist dieser Erkrankung eine Herzmuskelentzündung mit
Viren (
Myokarditis) vorausgegangen. Dabei können
Viren selbst, aber auch durch eine Virus-
Infektion angestoßene Veränderungen im
Immunsystem eine Herzmuskelschwäche verursachen. So werden im Rahmen des Schädigungsprozesses häufig Auto-Antikörper beobachtet, die gegen das eigene Herzgewebe gerichtet sind. Es handelt sich um eine ernsthafte Erkrankung, deren
Prognose bei einer unzureichenden Behandlung schlecht ist. Trotz einer optimierten medikamentösen
Therapie bleiben häufig nur chirurgische Behandlungen, wie eine
Herztransplantation oder die Implantation von herzunterstützenden Pumpen.
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Und was versteht man unter einer Immunadsorption?
Bei Nachweis einer stattgehabten
Myokarditis gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit einer speziellen Blutwäsche, einer sogenannten
Immunadsorption, die aktuell aufgrund eines großen apparativen Aufwandes nur an wenigen kardiologischen Zentren in Deutschland durchgeführt wird. Hierbei werden die oben genannten Auto-Antikörper herausgewaschen.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
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