Mediclin Herzzentrum Lahr/Baden 2

Herzzentrum BO skyscraper
medführer Startseite » Herz / Gefäße » Behandlungen » Hypertrophe Kardiomyopathie (Verdickung des Herzmuskels) » Erläuterung der Untersuchung

Hypertrophe Kardiomyopathie (Verdickung des Herzmuskels) - Erläuterung der Untersuchung

Wie wird eine hypertrophe Kardiomyopathie diagnostiziert?

Bei einer hypertrophen Kardiomyopathie bemerkt man bei der körperlichen Untersuchung in der Mehrzahl der Fälle ein lautes Herzgeräusch, auf Grund der Behinderung des Blutflusses in die Hauptschlagader. Im Elektrokardiogramm fallen in aller Regel neben Zeichen der Muskelverdickung und Zeichen der dauerhaften Blutminderversorgung des Herzmuskels auf. Im Langzeit-Elektrokardiogramm sind in der Regel deutliche Herzrhythmusstörungen nachweisbar. „Goldstandard“ zur Diagnose einer hypertrophen Kardiomyopathie ist heute die Echokardiografie. Hier lässt sich neben der Herzmuskelverdickung mit zusätzlichen dopplerechokardiographischen Methoden der Blutfluss im Bereich der linken Herzkammer beurteilen. Zusätzlich werden die elektrophysiologische Untersuchung bei Herzrhythmusstörungen, die Magnetresonanztomografie sowie die Herzkatheteruntersuchung eingesetzt.

Wie wird eine hypertrophe Kardiomyopathie behandelt?

Nach ausgiebiger Diagnostik wird die HNCM sowie die sekundären hypertrophen Kardiomyopathien in aller Regel konservativ medikamentös behandelt, z.B. wird mittels Betablockern und Ca-Antagonisten der weiteren Verdickung des Herzmuskels entgegengewirkt und die Herzarbeit ökonomisiert.

Die Behandlung der HOCM mit Behinderung des Blutflusses in die Hauptschlagader aufgrund der dicken Herzscheidewand gestaltet sich aufwendiger. Schwere Herzrhythmusstörungen und niedrige Blutdrücke sind hier besonders häufig. Folge davon sind die o.g. Schwindelanfälle bis hin zu Ohnmachten. Neben der konservativen medikamentösen Therapie schließt sich bei dieser Erkrankung in aller Regel die elektrophysiologische Untersuchung und der Linksherzkatheter an. Bei nachgewiesenen schweren Herzrhythmusstörungen hat sich in Studien die Implantation eines Herzschrittmachers oder eines Defibrillators durchgesetzt. Bei schweren Formen, welche sich weder durch medikamentöse Therapie noch durch die Implantation eines Schrittmachers beherrschen lassen, stehen neben der operativen Muskelverkleinerung (Myektomie) neue Verfahren mittels Kathetertechniken zur Verfügung.

Bei der Herzkatheteruntersuchung werden die kleinen Blutgefäße, welche von den Herzkranzgefäßen abgehen, mittels Alkohol, Spiralen, kleinen Kunststoffkügelchen oder Gefäßstützenimplantation verschlossen. Dieses Verfahren nennt man Septalastablation. Hierdurch kommt es zu einer Verkleinerung der Muskulatur der Herzscheidewand und somit zu einem ungehinderten Blutausstrom in die Hauptschlagader, sodass der Blutdruck im Körperkreislauf ansteigt. Schwindel und Luftnot bessern sich erheblich. Eine Kombination aller Verfahren ist möglich.

letzte Aktualisierung: 14.05.2012

Artikelinformationen zu Hypertrophe Kardiomyopathie (Verdickung des Herzmuskels)
Autor
Autor

Thomas F. M. Konorza

Als Autor anmelden

Spezialisten finden

Hier finden Sie Ihren Kardiologen, Kardiochirurgen und Gefäßchirurgen

Ärzte fragen

Sie suchen einen Spezialisten?
medführer hilft Ihnen weiter.
Senden Sie Ihre Anfrage an unsere Ärzte in Kliniken und Praxen.

zum Anfrageformular


Anzeigen Service