Wie oft sollte eine hypertrophe Kardiomyopathie kontrolliert werden?
Regelmäßige, jährliche Kontrollen bei gut eingestelltem Blutdruck mittels Elektrokardiogramm, Belastungs-Elektrokardiogramm, Echokardiografie und Langzeit-Elektrokardiogramm reichen in der Regel aus. Eine Ausweitung der Diagnostik ist bei auftretenden Symptomen notwendig. Die Kontrollen bei nachgewiesener HOCM mit Behinderung des Blutflusses in die Hauptschlagader sollten je nach durchgeführter Behandlung engmaschiger erfolgen. In spezialisierten Zentren sind entsprechende Spezialsprechstunden eingerichtet.
Wie gestaltet sich der Langzeitverlauf?
Bei guter medikamentöser Einstellung und regelmäßigen Kontrollen ist der Verlauf stabil. In seltenen Fällen kommt es zu einer Verschlechterung. In 10 - 15 % der Fälle kommt es zu einer Verlaufsform, bei der die linke Herzkammer sich ausweitet. Ein erhöhtes Risiko für einen plötzlichen Herztod haben nachweislich Patienten, die bei Diagnosestellung jünger als 30 Jahre sind und eine familiäre Vorgeschichte mit nachgewiesener Vererbung haben. Körperliche Anstrengung und ausgiebige sportliche Betätigung sind zu vermeiden. Bei allen Patienten mit hypertropher Kardiomyopathie muss auf eine strikte Endokarditisprophylaxe bei zahnärztlichen und operativen Eingriffen geachtet werden.
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