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Herzrhythmusstörungen - Chirurgische Behandlung - Hintergrund

Die chirurgische Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Neben der medikamentösen Behandlung von Herzrhythmusstörungen oder der Schrittmachertherapie kann auch der chirurgische Eingriff in das Reizleitungssystem des Herzens bei Herzrhythmusstörungen helfen.

Der normale Herzschlag ist gekennzeichnet durch eine ununterbrochene Folge von elektrischen Impulsen, die wechselseitig einen Erregungsaufbau und einen Erregungsabbau und damit einen regelmäßigen Herzschlag herbeiführen. Die Impulse haben ihren Ursprung im Sinusknoten, dem „Impulsgeber“ des Herzens.

Das Vorhofflimmern gehört zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Es kommt in der allgemeinen Bevölkerung bei ca. 1 % der Sechzigjährigen und 8 % der Achtzigjährigen vor. Das Vorhofflimmern entsteht durch kreisende Erregungen in den Vorhöfen des Herzens. Vorhofflimmern macht sich bei den Patienten durch schnellen, unregelmäßigen Herzschlag, manchmal begleitet von Schwindelgefühlen oder Schwarzwerden vor den Augen bemerkbar. Durch unkoordinierte Aktionen der Vorhöfe kommt es zu einer funktionellen Blutstase (Blutstillstand), die schließlich zu Blutgerinnselbildung führen kann. Diese Blutgerinnsel können in Organe wie zum Beispiel das Gehirn verschleppt werden und einen Schlaganfall verursachen.

Das Vorhofflimmern reduziert das Herzminutenvolumen (das in einer Minute vom Herzen geförderte Blut) um ca. 15 - 20 %. Demnach bedarf es einer konsequenten und lebenslangen Therapie. Ein relativ neues Konzept zur Therapie von Rhythmusstörungen wie zum Beispiel das Vorhofflimmern bietet - neben der medikamentösen Behandlung oder Schrittmachertherapie – der chirurgische Eingriff in das Reizleitungssystem des Herzens. Dieser Eingriff ist jedoch nur in Zusammenhang mit einer bereits geplanten und notwendigen Herzoperation vorzunehmen, da er den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine, also einen Herzstillstand, erfordert.

Das Prinzip dieserchururgie-herz.jpg Operation ist es, die im Herzen verlaufenden Reizleitungsbahnen, die das Vorhofflimmern unterhalten, zu durchtrennen, um einen stabilen Sinusrhythmus (regelmäßiger, geordneter Herzrhythmus) wiederherzustellen. Dabei werden in beiden Vorhöfen des Herzens durch den Chirurgen labyrinthartige Schnitte gemacht, wodurch diese Operation ihren Namen bezieht: Maze (englisch) = Labyrinth.

Die Maze-Operation hat mit der Wiederherstellung des Sinusrhythmus eine Erfolgsrate von über 90 %, sodass durch Vorhofflimmern hervorgerufene gefährliche Blutgerinnsel verhindert werden können. Somit können auch blutgerinnungshemmende sowie rhythmusstabilisierende Medikamente abgesetzt werden. Die Herzleistung steigert sich wieder.

 

 

 

 

letzte Aktualisierung: 07.02.2012

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Dr. med. Cetin

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