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Herzchirurgie - Minimalinvasive - Methoden

Einsatz von OP-Robotern

Mit komplexen Roboter-Systemen kann über sehr kleine Zugänge (1 cm), so genannte Ports, operiert werden. Diese Online-Systeme mit Telemanipulator-gesteuerten Instrumenten sind erst seit kurzem (1998) im klinischen Gebrauch.

Meistens wird der Roboter in der Bypass- Chirurgie benutzt. Zu bedenken ist: je kleiner der Zugangsweg, desto sorgfältiger muss der Chirurg vorbereitet und trainiert sein. Dafür sind spezifische computergraphische Simulationen unverzichtbar. Technologie und chirurgische Techniken müssen in enger Verzahnung miteinander verbunden sein.

Chirurgische Planungs- und Navigationssysteme sind bisher vorwiegend im neurochirurgischen Bereich im Einsatz und dort wo es um die Modellierung von Knochen geht, in Bereichen also, in denen räumliche Verschiebung während der Operation vernachlässigt oder kompensiert werden kann. Die Herausforderung bei der Herzchirurgie liegt in der räumlichen Verlagerung während der Operation, zum Beispiel durch die Herzkontraktion.

Bis zum Vorliegen von Studien mit eindeutigen Langzeitergebnissen, die die Roboterchirurgie mit den Verläufen von konventionell operierten Fällen vergleicht, muss die Indikation streng gestellt werden.

Hybrid-Operation

Können bei einem minimalinvasiven Eingriff nicht alle Gefäße vom Chirurgen gebypasst werden, kann das so genannte „Hybridverfahren“ zum Einsatz kommen. Hierbei werden diejenigen Koronararterien, die vom Herzchirurgen nicht mit einem Bypass versehen werden konnten in einer 2. Behandlung durch den Kardiologen mittels Herzkatheterverfahren (PTCA oder Stentimplantation) versorgt.

Für jedes minimal-invasive Vorgehen muss sehr sorgfältig überprüft werden, ob diese Möglichkeit dem Patienten auch wirklich angeboten werden kann.

Minimal-invasive Venenentnahme

Wundheilungsstörungen im Bereich der konventionellen Venenentnahmestelle sind ein nicht seltenes Problem in der postoperativen Phase nach aortokoronarer Bypassoperation. Minimal-invasive Techniken ermöglichen die endoskopische Venenentnahme über eine kleine 1,5 cm lange Inzision, die zu einer Verminderung der Komplikationshäufigkeit im Beinwundenbereich führt. Das kosmetische Ergebnis ist gut und die Zahl an Komplikationen geringer als bei einer konventionellen Venenentnahme (Abb. 134).

venenentnahme.jpgVorteile für Patienten durch minimalinvasive Verfahren

Diese neuen Operationstechniken reduzieren die Belastung des Patienten bei einem herzchirurgischen Eingriff. Durch den Verzicht auf die Herz-Lungen-Maschine und durch die Verkleinerung des Zugangswegs werden Nebenwirkungen bzw. potentielle Komplikationen vermindert. In der Regel erreicht man durch die minimal-invasive Chirurgie eine raschere postoperative Erholung des Patienten und somit eine kürzere Verweildauer im Krankenhaus. Der Vorteil für den Patienten bei roboterassistierten und endoskopischen Methoden liegen darin, dass das Operationstrauma vermindert wird. Hierdurch werden vor allem die postoperativen Schmerzen vermindert und somit ebenfalls die Erholung und Rehabilitation des Patienten beschleunigt.

letzte Aktualisierung: 15.05.2012

Artikelinformationen zu Herzchirurgie - Minimalinvasive
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Prof. Dr. med. van de Wal

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