Behandlung von Halsschlagaderstenosen (Carotisstenose, Karotis-Stenose)
Die operative Therapie der Carotisstenose ist eine bewiesene Maßnahme zur Vorbeugung des Schlaganfalls. Der operative Eingriff beim Vorliegen einer Stenose der Halsschlagader ist ein sicheres und komplikationsarmes Verfahren in den Händen von ausgewiesenen Zentren mit entsprechender Erfahrung. Die interventionelle
Therapie der Carotisstenose ist der operativen
Therapie nicht überlegen. Trotzdem hat
sie ihren Platz im Therapiemanagement und kommt bei speziellen Indikationen zur Anwendung. Wichtig ist eine rechtzeitige Diagnosestellung, da die
Stenose vielfach ohne Beschwerden verläuft. Da vor allem die ältere Bevölkerung betroffen ist, sollte insbesondere bei Vorhandensein entsprechender
Risikofaktoren eine vorsorgliche diagnostische Abklärung mittels
Ultraschall erfolgen.
Was ist eine Halsschlagaderstenose (Carotisstenose) und welche Ursachen hat sie?
Eine so genannte Karotis-
Stenose ist eine Engstelle im Bereich der Halsschlagader. In aller Regel liegt diese Verengung im Bereich der Aufgabelung der Halsschlagader und wird durch eine Verkalkung hervorgerufen.
Abhängig vom Grad der Engstelle besteht ein
erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall (Apoplex). Liegt der Grad der
Stenose über 80%, beträgt das Risiko für einen
Schlaganfall ca. 3 % im Jahr. Etwa 8 % der Erwachsenen über 65 Jahre haben eine derartige hochgradige Karotisstenose. Für Deutschland bedeutet dies, dass etwa 30 000 Schlaganfälle pro Jahr aufgrund von Karotisstenosen auftreten. In einem Drittel der Fälle verbleibt eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit. In der Statistik der Häufigkeit der Todesursachen steht der
Schlaganfall an 3. Stelle.
Ursache der Engstelle ist in der Regel die Gefäßverkalkung (
Arteriosklerose). Die
Risikofaktoren sind:
Rauchen,
Bluthochdruck,
Diabetes mellitus, erhöhte Blutfette und hohes Lebensalter.
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Mit welchen Symptomen äußert sich eine Halsschlagaderstenose (Carotisstenose)?
Eine Karotisstenose kann asymptomatisch (Stadium I), d.h. ohne Beschwerden sein. Sie wird meist im Rahmen einer Routineuntersuchung festgestellt. Solche Untersuchungen werden insbesondere bei Patienten mit
Arteriosklerose der
Herz-Gefäße (koronare Herzkrankheit) und der so genannten Schaufensterkrankheit (AVK) durchgeführt, da bei Patienten mit diesen Erkrankungen in einem höheren Prozentsatz auch Karotisstenosen vorliegen.
Die symptomatischen Karotisstenosen (Stadium II-IV) äußern sich in klinischen Ausfallerscheinungen. Typische Symptome sind Sprachstörungen, Lähmungen und Sensibilitätsstörungen im Gesicht, an Armen und Beinen, Sehstörungen sowie
Schwindel. Häufig sind diese Symptome nur kurzfristig und bilden sich zurück („kleiner
Schlaganfall“ oder sog.
TIA,
PRIND). Sie stellen jedoch
Warnsymptome dar, die unbedingt einer schnellen weiteren Abklärung bedürfen. Kommt es zu einem bleibenden neurologischen Ausfall, so spricht man vom
Schlaganfall (
Apoplex).
Diagnostik der Carotisstenose (Halsschlagaderstenose)
Die Karotisstenose wird in aller Regel durch eine einfache, nicht belastende Untersuchung, der so genannten Duplexsonographie, sicher festgestellt. Sie liefert Informationen zum Stenosegrad, zur Ausdehnung,
Lokalisation und Oberflächenbeschaffenheit der Engstelle. Bei unklaren Befunden oder zur weiteren Therapieplanung kommen dann noch weitere gezielte, teilweise invasive Untersuchungen zur Anwendung (
Computertomographie,
Kernspintomographie, arterielle digitale Subtraktionsangiographie).
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Halsschlagaderstenose (Carotisstenose, Karotis-Stenose)