Einsatz von OP-Robotern
Mit komplexen Roboter-Systemen kann über sehr kleine Zugänge (1 cm), so genannte Ports, operiert werden. Diese Online-Systeme mit Telemanipulator-gesteuerten Instrumenten sind erst seit kurzem (1998) im klinischen Gebrauch.
Meistens wird der Roboter in der Bypass-Chirurgie benutzt. Zu bedenken ist: Je kleiner der Zugangsweg, desto sorgfältiger muss der Chirurg vorbereitet und trainiert sein. Dafür sind spezifische computergraphische Simulationen unverzichtbar. Technologie und chirurgische Techniken müssen in enger Verzahnung miteinander verbunden sein.
Chirurgische Planungs- und Navigationssysteme sind bisher vorwiegend im neurochirurgischen Bereich im Einsatz und dort wo es um die Modellierung von Knochen geht, in Bereichen also, in denen räumliche Verschiebung während der Operation vernachlässigt oder kompensiert werden kann. Die Herausforderung bei der Herzchirurgie liegt in der räumlichen Verlagerung während der Operation, zum Beispiel durch die Herzkontraktion.
Bis zum Vorliegen von Studien mit eindeutigen Langzeitergebnissen, die die Roboterchirurgie mit den Verläufen von konventionell operierten Fällen vergleicht, muss die Indikation streng gestellt werden.
Prof. Dr. med. van de Wal
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