medfuehrer - medizinische Transparenz Login
  • Home 
  • Kontakt 
  • Sitemap

Herz und Gefäße

- Kardiologen / - Kinderkardiologen
- Kardiochirurgen / - Gefäßchirurgen
- Fachredaktion zu Herzerkrankungen

medführer Startseite » Ratgeber Gesundheit » Herz / Gefäße » Behandlungen » Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) » Erläuterung der Untersuchung

Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) - Erläuterung der Untersuchung

Dr. med. H. Wieneke

Bei der elektrophysiologischen Untersuchung des Herzens handelt es sich um ein kathetergestütztes Verfahren zur Beurteilung der elektrischen Impulsausbreitung im Herzen. Während dieser Untersuchung, die im Herzkatheterlabor durchgeführt wird, werden zwei modifizierte Kabel (Katheter) über einen venösen Zugang in die rechtsseitigen Herzhöhlen eingeführt. Über diese Elektroden können auf der einen Seite elektrische Impulse abgeleitet werden, auf der anderen Seite kann das Herz auch wie bei einem Schrittmacher stimuliert werden. Der eigentliche Untersuchungsgang besteht aus zwei Abschnitten. Zunächst werden die Elektroden im Herzen platziert und es wird die normale Zeit der Erregungsausbreitung im Herzen gemessen. Gebraucht ein Patient zum Beispiel einen Schrittmacher kann dies häufig an verlängerten Werten der Erregungsausbreitung erkannt werden.

Im zweiten Abschnitt wird das Herz nach einem vorgegebenen Protokoll stimuliert und die Erregungsausbreitung anschließend verfolgt. Während ein gesundes Herz auch unter einer aggressiven Stimulation einen stabilen Rhythmus aufweist, lassen sich bei Patienten, die zu Herzrhythmusstörungen neigen, diese dann durch die Stimulation auslösen. Da die Untersuchung in einem hochspezialisierten Labor durchgeführt wird, besteht zu jeder Zeit die Möglichkeit, eine Herzrhythmusstörung zu beenden. Dabei können auch eine Kardioversion oder eine Defibrillation (Elektroschock) zum Einsatz kommen.

Wann sollte eine elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt werden?

Eine elektrophysiologische Untersuchung wird zur Abklärung von Herzrhythmusstörungen und unklaren Ohnmachtszuständen eingesetzt. Durch die Ableitung eines intrakardialen EKGs ist eine wesentlich differenziertere Beurteilung der elektrischen Erregungsausbreitung im Herzen möglich als durch ein normales Oberflächen-EKG. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Untersuchung bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen (das sind Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen) mit dem Verfahren der Katheterablation (siehe dort) zu behandeln.

letzte Aktualisierung: 25.01.2010
Als Autor anmelden

Weitere Informationen zum Thema

Spezialisten finden

Hier finden Sie Ihren Kardiologen, Kardiochirurgen und Gefäßchirurgen


Fach-Redaktion Schnellsuche

Krankheit, Fachbereich (Herz, Brustkrebs, Orthopädie usw.) eingeben und Schnellsuche starten


Arzt- und Klinik-Schnellsuche

Suchbegriff z.B. Fachbereich, Stadt und/oder Arztname eingeben - und die Suche starten.



Fachportalauswahl

Umfangreiche medizinische Informationen über Krankheiten, Behandlungen und Vorsorge-untersuchungen... Wählen Sie...