Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es neben der Dilatation (PTCA)?
Bei Verengungen der Herzkranzarterien, die nachweislich die Durchblutung des Herzens einschränken, sollte eine Wiederherstellung der Herzdurchblutung angestrebt werden, um die Beschwerden zu lindern und einen Herzinfarkt oder Spätkomplikationen wie Herzmuskelschwäche zu verhindern. Die medikamentöse Behandlung sieht vor allem Medikamente vor, die zu einer Entspannung der Gefäße führen. Die Behandlung mittels Katheter kann neben der Ballonaufdehnung auch durch eine Stentimplantation, Laserangioplastie oder Rotablation erfolgen. Sind allerdings alle drei Herzkranzarterien verengt oder liegt die Verengung ungünstig, z.B. im Bereich der Hauptaufzweigung (Hauptstamm) der Herzkranzarterien, muss eine Bypassoperation durch den Herzchirurgen durchgeführt werden. Auch bei bestehender Zuckerkrankheit muss an eine Bypassoperation gedacht werden. Bei diesem Eingriff wird die Verengung durch einen Bypass (Beinvene oder Brustwandarterie) überbrückt und die Durchblutung so wiederhergestellt.
Dr. med. Eggebrecht
Prof. Dr. med. R. Erbel
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