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Chirurgie der Aorta (der Hauptschlagader) - Hintergrund

Chirurgie der Aorta (Hauptschlagader)

Die Aorta (Hauptschlagader) entspringt aus der linken Herzkammer. Sie wird in drei Abschnitte unterteilt: die aufsteigende Aorta, den Bogen und die absteigende Aorta.

Zu den Haupterkrankungen der Aorta gehören das Aneurysma und die Dissektion. Die Ursache für diese Erkrankungen können angeboren, infektiös bzw. entzündlich oder degenerativ sein. Bei einem Aneurysma kommt es zu einer Aufweitung des Gefäßdurchmessers. Das Aneurysma alleine verursacht zunächst keine Beschwerden und wird häufig zufällig entdeckt. Mit der Größenzunahme und abhängig von der Lokalisation können durch die Verdrängung und das Zusammendrücken anderer Strukturen verschiedene Symptome, wie z.B. Heiserkeit, Husten, Schluckbeschwerden auftreten. Letztendlich kann es zum lebensbedrohenden Platzen des Aneurysmas kommen. Eine Operationsindikation ergibt sich aus der Größe bzw. der Größenzunahme und der Lokalisaton des Aneurysmas.

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Bei einer Dissektion handelt es sich um einen Einriss der Gefäßinnenhaut (Intimaeinriss). Dabei fließt das Blut zwischen die Wandschichten, was zu deren Aufsplitterung führt.

Eine Dissektion manifestiert sich durch einen starken, vernichtenden Schmerz im Brustkorb. Die weiteren Symptome, die den Verlauf komplizieren, sind von der Lokalisation und Ausdehnung der Dissektion abhängig.

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Bei einer Dissektion handelt sich immer um einen lebensbedrohlichen Notfall. Während die Dissektion im Bereich des Bogens und der aufsteigenden Aorta immer eine notfallmäßige Operationsindikation bedeutet, wird eine unkomplizierte Dissektion der absteigenden Aorta zuerst medikamentös behandelt.

Die operative Behandlung hat als Ziel, das Aneurysma auszuschalten oder den Einriss zu schließen. Dies wird durch das Einsetzen einer Gefäßprothese erreicht. In einigen Fällen, wenn eine der Erkrankungen die absteigende Aorta betrifft, wird dies durch das Setzen einer so genannte Stentprothese erreicht.

Dies ist eine neue, schonende Behandlungsmethode, bei der eine spezielle gerüstete Prothese ohne Brustkorberöffnung durch eine Leistenarterie vorgeschoben und in dem betroffenen Aortenab- schnitt entfaltet wird. Dies wird in Zusammenarbeit mit Kardiologen durchgeführt.

3.16-9.jpgSowohl bei einer Dissektion als auch bei einem Aneurysma kann komplizierend eine Fehlfunktion (Undichtigkeit) der Aortenklappe auftreten. In einigen Fällen lässt sich diese Fehlfunktion durch eine Korrektur beheben, manchmal ist es ratsam, eine Klappenprothese einzusetzen. Dann wird eine klappentragende Gefäßprothese („Conduit“) in der Aortenwurzel eingesetzt.

Eine besondere Problematik stellen diese Erkrankungen mit der Beteiligung des Aortenbogens wegen der hier abgehenden Hirnarterien dar. Der so genannte „Aortenbogenersatz“ wird zum Schutz des Gehirns mit tiefer Unterkühlung und selektiver Kopfperfusion über die Halsschlagader durchgeführt, was die Sicherheit des Patienten deutlich erhöht und die notwendige Kreislaufunterbrechung auf das Notwendigste reduziert.

 

 

 

 

 

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letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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Dr. med. Piotrowski

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