Der Begiff Carotisstenose (Verschlusskrankheit der Halsarterien) beschreibt eine krankhafte Veränderung, die zur Einengung oder dem kompletten Verschluss dieses Gefäßes führt. Solche Veränderungen können alle gehirnversorgenden Schlagadern betreffen. Dies sind die Halsschlagader (Arteria carotis communis), die äußere (Arteria carotis externa) und innere Kopfschlagader (Arteria carotis interna) als auch die Wirbelarterien (Arteriae vertebrales).
Mit einem Anteil von 85 % entstehen Verengungen oder Verschlüsse hirnversorgender Arterien auf dem Boden einer Arteriosklerose. Bei der Arteriosklerose kommt es zu Ablagerungen von Kalk und/oder fetthaltigen Substanzen auf der Gefäßinnenwand.
Diese Ablagerungen können sich langsam im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses als Abnutzungserscheinungen bilden und engen die Gefäßlichtung ein oder können sie komplett verschließen.
Welche Symptome treten bei der Carotisstenose auf?
Krankheitszeichen bei Verengungen oder Verschlüssen im Bereich der hirnzuführenden Halsarterien sind:
Die Krankheitszeichen von Verschlussprozessen im Bereich der hirnzuführenden Halsarterien werden unabhängig vom betroffenen Gefäßbezirk in Stadien eingeteilt:
Stadium I
Eine Carotisstenose kann asymptomatisch bleiben, die Gefäßverengung oder der Verschluss werden nur zufällig, z.B. bei einer Ultraschalluntersuchung des Halses erkannt.
Stadium II
Eine symptomatische Carotisstenose äußert sich in vorübergehenden Ausfallserscheinungen, die bei der Dauer von weniger als 24 Stunden als TIA (transitorische-ischämische Attacke) oder bei verlangsamter Rückbildung bei einer Dauer von bis zu mehreren Tagen als PRIND (prolongiertes ischämisches neurologisches Defizit oder „little Stroke“) bezeichnet wird.
Stadium III
Beinhaltet den manifesten Schlaganfall mit zu- oder abnehmender neurologischer Symptomatik, die innerhalb von 6 – 48 Stunden fortschreitet.
Stadium IV
Bezeichnet den abgelaufenen Schlaganfall mit bleibender Symptomatik unterschiedlicher Ausprägung.
Risikofaktoren, die zu Arterienverengungen und -verschlüssen führen, sind:
Dr. med. T. Ebralidze
Als Autor anmelden
|
zum Anfrageformular Verschluss und Stenose präzerebraler Arterien (inkl. der A. carotis) ohne resultierenden Hirninfarkt