Behandlung von Blutgefäßverletzungen
In der Behandlung von Blutgefäßverletzungen werden grundsätzlich die Verletzungen der Schlagadern (Arterien) von den Verletzungen der Venen unterschieden. Klinisch führend sind Verletzungen der Arterien, die weiterhin in spitze und stumpfe Gefäßverletzungen differenziert werden (Einteilung nach Vollmar). Bei spitzen Läsionen wird unterschieden nach partieller bzw. vollständiger Durchtrennung der Gefäßwand. Stumpfe Gefäßschädigungen treten beipsielsweise im Rahmen von Luxationen auf. Hierbei ist das Gefäß von außen unberührt. Je nach Ausmaß kann es aber an der Innenseite Verletzung der Intima geben, die bis hin zu einer Dissektion der Wandschichten führen. Die Intima kann sich dann im Gefäß aufrollen und es verschließen. Ursachen von Gefäßverletzungen sind in der Regel traumatisch.
Was sind Symptome einer Blutgefäßverletzung?
Am offensichtlichsten ist die Differenzierung einer offenen von einer geschlossenen Verletzung. Offene Verletzung können zu erheblichen lebensbedrohlichen Blutungen führen. Durch Kompression kann eine unmittelbare Blutstillung erzielt werden. Bei Leitgefäßen ist zudem eine anatomiegerechte Versorgung der Gefäßwand entscheidend, um sekundäre periphere Durchblutungsstörungen zu vermeiden. Auch bei erhaltenem Weichteilmantel bzw. intakter
Haut können erhebliche kreislaufrelevante Volumenverschiebungen auftreten. Derartige Einblutungen in das Gewebe können im weiteren zur Kompression und sekundärem Gewebeuntergang führen. Eine Besonderheit ist die Symptomatik stumpfer Gefäßverletzungen. Hierbei erscheint das Gefäß von außen unversehrt. Im Gefäß, also an der Intima, kann die innerste Schicht der Gefäßwand sich einrollen und den Blutfluß stoppen. Hierbei sind periphere Durchblutungsstörungen das führende
Symptom.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Blutgefäßverletzungen