Welche Risiken bestehen bei der intrakoronaren Brachytherapie?
Die Risiken der intrakoronaren Brachytherapie sind nach bisherigen Erfahrungen insgesamt gering. Das Hauptrisiko der Behandlung besteht in einem akuten Gefäßverschluss durch die Zusammenballung von Blutplättchen. Dieses Risiko lag in der Anfangsphase bei 7 - 10 % und konnte durch den 1-jährigen Einsatz von Aspirin® und Clopidogrel® auf das Placeboniveau von 1 % minimiert werden. Gefäßausweitungen (Aneurysmen) traten nur in der Anfangsphase der Therapie durch eine Überdosierung auf und wurden nach einer Dosisanpassung nicht mehr registriert. Ungeklärt sind bisher Langzeiterfolge, da die längsten Beobachtungen erst 5 Jahre zurückreichen. Dennoch schneiden in diesem Zeitraum von 5 Jahren alle bestrahlten Patienten besser ab als die Patienten, die konventionell behandelt wurden.
Dr. med. D. Baumgart
Dr. med. Ch. K. Naber
Prof. Dr. med. R. Erbel
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