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Intrakoronare Strahlentherapie (Brachytherapie) - Hintergrund

Intrakoronare Brachytherapie (Strahlentherapie)

Die intrakoronare Brachytherapie ist insbesondere geeignet für Patienten, die wiederholt eine Wiedereinengung im Stent (Gefäßstütze) erlebt haben. Durch den Einsatz der intrakoronaren Brachytherapie konnte die Wiedereinengungsrate um 60 % gesenkt werden. Bei vielen Patienten konnte durch eine intrakoronare Brachytherapie auch eine drohende Bypassoperation abgewendet werden.

Die Wiedereinengung nach erfolgreicher Ballondilatation oder Stentimplantation stellt nach wie vor die größte Herausforderung in der Kardiologie dar. Die Wiedereinengungsraten nach solchen Eingriffen betragen ca. 20 - 30 % innerhalb des ersten halben Jahres und können bei Problempatienten sogar bis auf 50 - 70 % ansteigen. Bisherige Therapien haben sich auf die erneute Ballondilatation bzw. eine weitere Stentimplantation gestützt. Die Ergebnisse sind mit erneuten Wiedereinengungsraten um 50 % insgesamt enttäuschend. Auch Alternativverfahren wie die Laserbehandlung, der Diamantbohrer oder der Gefäßhobel (Atherektomie) konnten keine verbesserten Ergebnisse zeigen. Darüber hinaus gab es eine Reihe von medikamentösen Versuchen bis hin zur Gentherapie, die insgesamt alle enttäuschende Ergebnisse mit hohen Wiedereinengungsraten zeigten.

Experimentelle Untersuchungen fanden heraus, dass es sich bei den erneuten Wiedereinengungen um schnell wachsendes Narbengewebe handelt. Ein ähnliches Wachstum zeigen auch Tumorzellen, die unter anderem erfolgreich durch den Einsatz radioaktiver Strahlen behandelt werden können. Auf Grund der Ähnlichkeit des Zellwachstums, hat man zunächst experimentell versucht, die Wiedereinengungen in den Koronargefäßen entsprechend mit einer Bestrahlung zu behandeln. Die ersten tierexperimentellen Untersuchungen waren überwältigend. Auch bei Menschen konnte inzwischen der Erfolg dieser Therapie bei vielen tausend Patienten gesichert werden.

Die intrakoronare Brachytherapie kann entweder mit so genannten Beta- oder Gammastrahlen durchgeführt werden. Gammastrahlen dringen sehr tief in das Gewebe ein und erfordern einen besonderen Strahlenschutz. Aus diesem Grund können Gammastrahlen nur unter großen Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland angewendet werden. Deshalb hat man sich weitgehend zum Einsatz der Betastrahlen entschlossen.

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letzte Aktualisierung: 03.02.2012

Artikelinformationen zu Intrakoronare Strahlentherapie (Brachytherapie)
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Dr. med. D. Baumgart

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Dr. med. Ch. K. Naber

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Prof. Dr. med. R. Erbel

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