Bauchaortenaneurysma – Zeitbombe im Körper
Nicht zuletzt durch die Alterspyramide ist das
Bauchaortenaneurysma keine Seltenheit mehr. Experten gehen davon aus, dass etwa 9 Prozent der Deutschen über 65 Jahre eine
Aussackung der Hauptschlagader haben, wobei es sich überwiegend um Männer handelt. In der Regel merkt der Betreffende vom
Aneurysma an der Bauchaorta nichts. Ab einer bestimmten Größe besteht jedoch die Gefahr, dass das Aneurysma platzt und der Patient auf der Stelle verblutet. Wenn ein Bauchaortenaneurysma zu platzen droht, empfindet der Betroffene unerträglichen Bauchschmerz mit Ausstrahlung in den Rücken, Übelkeit und Brechreiz. Das Leben ist in diesem Falle nur durch einen sofortigen chirurgischen Eingriff zu retten. Hier liegen die Überlebenschancen jedoch nur noch bei etwa 50 Prozent.
Daher sollte ein Aneurysma, das größer als 5 cm Durchmesser ist oder schnell wächst, operiert werden, bevor etwas passiert.
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| Bauchaortenaneurysma anderer Lage und Größe. Ab 5 cm Durchmesser wird zur Operation geraten. |
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Gefäßverkalkung als Ursache des Bauchaortenaneurysmas
In der Regel liegt einem Aortenaneurysma eine Gefäßverkalkung (
Arteriosklerose) zugrunde. Die Gefäßwand weitet sich mehr und mehr aus und wird dabei dünner und schwächer. Das Risiko nimmt mit zunehmendem Alter zu, obwohl auch durchaus schon 50-Jährige und Jüngere betroffen sein können. In seltenen Fällen kann auch ein Unfall oder eine Verletzung später zu einem Aneurysma führen.
Das Aortenaneurysma wird meist durch Zufall bei einer
Ultraschalluntersuchung entdeckt. Das weitere Procedere ist von der Größe der Aussackung abhängig. Kleine Aneurysmen sind normalerweise ungefährlich; man muss sie nur beobachten. Hierzu sollten Kontrolluntersuchungen mit dem
Ultraschall im halbjährlichen Abstand durchgeführt werden. Erst wenn das Aneurysma plötzlich rasch an Größe zunimmt und der Durchmesser 5 cm übersteigt, sollte eine Operation erfolgen.
letzte Aktualisierung: 27.05.2012
Artikelinformationen zu Bauchaortenaneurysma