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Aortenisthmusstenose - Methoden

Wie funktioniert die Katheterbehandlung bei einer Aortenisthmusstenose?

Die Behaarung im Bereich der Leistenarterie wird entfernt, um das Infektionsrisiko zu mindern. Es erfolgt eine ausgiebige örtliche Betäubung und Desinfektion in der Leistengegend. Die Leistenarterie wird dann mittels einer dünnen Kanüle punktiert, d.h. es erfolgt ein Einstich in die Arterie. Anschließend wird ein Kunststoffschlauch (so genannte Schleuse) über den eingeführten Draht in die Leistenarterie einlegt.

Unter Röntgenkontrolle wird der Draht von der Leistenarterie in Richtung Herz, d.h. entgegen dem Blutstrom, über die Engstelle geführt. Das Ende des Drahtes wird in den aufsteigenden Teil der Brustschlagader gelegt.

Dieser Draht wird im weiteren als Führungsschiene, vergleichbar mit einer Straßenbahnschiene, für den Ballonkatheter benutzt. Über den Draht können verschiedene Ballonkatheter in die Verengung der Brustschlagader geführt werden. Diese Ballonkatheter sind grundsätzlich mit den Ballonkathetern vergleichbar, die für die Aufdehnung von Verengungen der Herzkranzgefäße benutzt werden. Allerdings ist ihr Durchmesser deutlich größer (ca. 14 mm).

Nach exakter Positionierung unter Röntgenkontrolle erfolgt die Aufdehnung des Ballons durch ein Gemisch von Kochsalzlösung und Kontrastmittel. Hierdurch wird die Engstelle geweitet, der Druckunterschied zwischen Armen und Beinen verschwindet in der Regel nahezu vollständig. Da die Wand der Brustschlagader über eine erhebliche Elastizität verfügt, muss in der Regel eine entsprechend große Gefäßstütze (Stent) eingesetzt werden, um das Aufdehnungsergebnis abzustützen. Diese Stents bestehen, wie die Stents für Herzkranzarterien, aus einem rostfreien Metallgitter, das zunächst zusammengefaltet ist und über einen Ballon in die Hauptschlagader eingesetzt wird.

Nach der Behandlung wird die Schleuse in der Leiste entweder sofort oder am nächsten Tag entfernt und die Punktionsstelle verschlossen; dies ist abhängig vom jeweiligen Zentrum. Danach erfolgt eine Überwachung auf der (Intensiv-)Station. Vor Entlassung erfolgt eine Kontrolle der Behandlung mit Ultraschall, der vom Brustkorb aus durchgeführt wird.

In der Regel wird nach der Behandlung eine Kontrolle nach 3 – 6 Monaten empfohlen. Diese kann mittels Ultraschall oder Schichtaufnahmen, d.h. Computertomografie oder Magnetresonanztomografie, erfolgen. Bei einem guten Aufdehnungsergebnis ist die Behandlung abgeschlossen.

 

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letzte Aktualisierung: 17.05.2012

Artikelinformationen zu Aortenisthmusstenose
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Dr. med. Eggebrecht

Autor

Prof. Dr. med. R. Erbel

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