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Aortenisthmusstenose - Hintergrund

Behandlung von Aortenisthmusstenosen

Aortenisthmusstenosen sind angeborene Verengungen der Brustschlagader und machen ca. 5 % aller angeborenen Herz- und Gefäßfehler aus. Die Behandlung der Aortenisthmusstenose kann mittels Katheterbehandlung oder offener Operation erfolgen.

Was ist die Aorta?

Die Aorta (Hauptschlagader) ist die größte Arterie des Körpers. Sie nimmt ihren Ursprung direkt oberhalb der Herzklappe der linken Hauptkammer. Die Aorta führt das Blut vom Herzen und verteilt es über weitere Aufteilungen zum Gehirn und den einzelnen Körperorganen.

Es werden verschiedene Abschnitte der Aorta unterschieden. Der aufsteigende Teil der Aorta geht direkt von der Herzkammer ab. Es folgt der Aortenbogen; die Hauptschlagader nimmt hier einen krückstockartigen Bogen und biegt in Richtung auf die untere Körperhälfte um. Vom Aortenbogen gehen die Gefäße für Kopf und Hals ab. Es folgt der absteigende Teil der Aorta, der wiederum in einen unter den Rippen, im Brustkorb gelegenen Abschnitt (Brustschlagader) und die Bauchschlagader unterteilt wird. Im Bauchabschnitt gehen die Arterien für die Eingeweideorgane wie Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse und Darm ab. Schließlich teilt sich die Aorta im unteren Abschnitt (etwa in Höhe des Bauchnabels) in die beiden Beinarterien auf.

Was sind Aortenisthmusstenosen?

In seltenen Fällen gibt es angeborene Verengungen der Brustschlagader (so genannte Aortenisthmusstenosen, ca. 5 % aller angeborenen Herz- bzw. Gefäßfehler). Diese sitzen in der Regel hinter dem Abgang der linken Armarterie. Daher ist die Durchblutung von Kopf und Armen nicht beeinträchtigt, wohingegen die Blutversorgung der Bauchorgane und der Beine vermindert ist. Der Blutdruck in den Beinen ist gegenüber dem am Arm gemessenen Blutdruck niedriger (so genannte Blutdruckgradient). Symptome entstehen aus der verminderten Durchblutung und äußern sich z.B. als Schmerzen beim Gehen. Auch die Durchblutung der Nieren wird vermindert, sodass ein schwerer Bluthochdruck entstehen kann. Dieser kann auch in jungen Jahren zu einem Schlaganfall führen.

letzte Aktualisierung: 20.05.2012

Artikelinformationen zu Aortenisthmusstenose
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Dr. med. Eggebrecht

Autor

Prof. Dr. med. R. Erbel

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