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Prof. Dr. med. P. Mallmann |
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Vielfältige Angebote, mehr oder weniger seriöse Darstellung im Internet und manchmal die Grenze des ärztlichen Werbeverbotes tangierende und überschreitende Darstellungen geburtshilflicher Abteilungen in den Medien machen es vielen Frauen außerordentlich schwer, sich objektiv über das bestehende Angebot zu informieren.
Dieser Aufgabe hat sich die erste Auflage des medführer „Frauenheilkunde & Geburtshilfe“ gestellt. Er ermöglicht es Frauen, sich aktuell über die bestmögliche Versorgung auf verschiedenen Gebieten der Geburtshilfe und gutartigen und bösartigen gynäkologischen Erkrankungen zu informieren. Es wird dabei versucht, aus der Flut von Informationen, die für die Frauen relevanten Details herauszufiltern, um die Entscheidung, welche Abteilung ist die für mich beste, zu erleichtern. Es ist das Ziel des medführer „Frauenheilkunde & Geburtshilfe“ Frauen über Kliniken und deren Spezialisierung zu informieren. Transparenz sollte dabei nicht nur hinsichtlich der angebotenen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, sondern auch bezüglich der Leistungszahlen erfolgen. Der „High-Volume Effekt“, in der Onkologie, bei verschiedenen Tumorentitäten auch wissenschaftlich dokumentiert, bedeutet in der Gynäkologie und Geburtshilfe, dass derjenige, der etwas sehr häufig macht, dies mit einer anderen Erfahrung tun kann, als derjenige, der eine bestimmte Operation nur gelegentlich durchführt.
Die Geburtshilfe ist seit vielen Jahren bei stagnierenden und rückläufigen Geburtenzahlen Gegenstand von Marketingstrategien gewesen. Es ist den werdenden Eltern damit immer schwerer geworden, tatsächlich zwischen Marketing und Qualität zu differenzieren. Es ist nicht die Gebärbadewanne, die das entbindungsfreundliche Krankenhaus auszeichnet, sondern es sind regionale Infrastrukturen wie Anwesenheit von Facharzt, Anästhesist, Kinderarzt, die die Qualität einer geburtshilflichen Abteilung ausmachen. Auch hier ist es das Ziel dieses medführers, Qualität transparent zu machen. medführer ist damit ein wichtiges Informationssystem für Patientinnen aber auch für Ärzte, die einen Überblick über die bestehenden Angebote in unserem Fachgebiet benötigen und eine Entscheidungshilfe für betroffene Patientinnen.
Univ.-Prof. Dr. med. Peter Mallmann Direktor der Frauenklinik Uniklinik Köln |
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