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Prof. Dr. med. H. A. Katus |
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3 Milliarden mal schlägt ein Herz während seines Lebens und bewegt dabei etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper. Kein technischer Motor besitzt diese unermüdliche Fähigkeit zu Höchstleistungen. Obwohl die meisten Menschen diese Leistung als selbstverständlich hinnehmen, kann ein bisschen "Wartung" und "Pflege" nicht schaden. Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Stress – es gibt Vieles, was die unermüdliche Leistung unseres Lebensmotors beeinträchtigen und schädigen kann. Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, Bluthochdruck und Herzerkrankungen wie Herzinfarkt und Herzschwäche sind immer noch die Todes- ursache Nr. 1 in der Bundesrepublik Deutschland.
Die Innere Medizin III ist die größte kardiologische Abteilung aller deutschen Universitätsstandorte und versorgt pro Jahr mehr als 12 000 stationäre und 64 000 ambulante Patienten. Die Klinik ist nach Patientenpfaden organisiert und in das Department Innere Medizin und das Herzzentrum Heidelberg eingebettet. Die Abteilung verfügt über die modernste technische Ausstattung (256 Zeilen Herz-CT, 1.5T Herz-MRT, vier Herzkatheterlabore und einen Schrittmacher- bzw. Klappenoperationssaal).
Ein wesentlicher klinischer Schwerpunkt sind Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien), die wissenschaftlich in ihren Ursachen, Diagnoseverfahren und Therapieansätzen untersucht werden. Die klinische Betreuung dieser Patienten umschließt die Spezialambulanzen für Kardiomyopathie, Amyloidose und Herzinsuffizienz und die Therapieverfahren bei schwerer Herzschwäche wie Kunstherzen, Immunabsorption und Herztransplantation.
Die interventionelle Kardiologie wurde in den letzten Jahren zu einem überregionalen Schwerpunkt mit mehr als 8 700 Katheteruntersuchungen und 3 000 Koronarinterventionen inklusive Ausfräsen von Verkalkungen der Herzkranzgefäße mit einem Diamantbohrkopf (Rotablation) entwickelt. Auch komplexe Kathetereingriffe wie Verschlüsse von Septiumdefekten, Alkoholverödungen bei hypertrophischer Kardiomyopathie, Ballondehnungen der Herzklappen, katheterbasierte Herzklappenimplantationen und Korrekturen von Mitralinsuffizienzen durch Mitraklip werden routinemäßig durchgeführt.
Um den Patienten eine Orientierungshilfe zu bieten, erscheint nun schon zum sechsten Mal der einzige Deutsche Klinik-Führer „Herz/Gefäße“ in gedruckter Form. Der Klinik-Führer besticht erneut durch eine standardisierte wertneutrale und qualitätsgesicherte Transparenz in der deutschen Kliniklandschaft. Medizinische Einrichtungen stellen sich mit ihren Behandlungsschwerpunkten und Leistungszahlen detailliert vor. Erstmalig orientierte sich die Abfrage der Leistungszahlen an der amtlich bestätigten ICD-10-GM-/OPS-Kodierung. Dadurch schafft medführer eine in Deutschland einzigartige Transparenz und Vergleichbarkeit in der Leistungsdarstellung.
Informationssuchende Patienten erhalten somit wertvolle Informationen über die Leistungsfähigkeit von deutschen Kliniken, Fachabteilungen und Schwerpunktpraxen in den speziellen Diagnose- und Behandlungsformen.
Tendenziell spricht man von einer immer wichtiger werdenden Orientierung im Internet. Über das Fachportal „Herz/Gefäße“ auf www.medfuehrer.de können sich Patienten auch auf elektronischem Weg Zugang zu den erfahrenen Spezialisten im Bereich der Kardiologie verschaffen.
Der Deutsche Klinik-Führer „Herz/Gefäße“ verhilft, die Forderungen nach mehr Wettbewerb und Transparenz im Gesundheitssektor umzusetzen.
Prof. Dr. med. Hugo A. Katus Ärztlicher Direktor und Department- sprecher Innere Medizin in der Medizinischen Universitätsklinik III am Universitätsklinikum Heidelberg |
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