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Prof. Dr. med. G. B. Stark |
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Der Brustkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung der Frau und nimmt eher zu. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Behandlung wesentlich gewandelt. Neben die früher ausschließlich operative Behandlung durch die Brustamputation, tritt heute überwiegend die sogenannte brusterhaltende Therapie, wobei nur der Tumor entfernt wird und eine Bestrahlung erfolgt. Außerdem befinden sich die Chemotherapien in laufendem Fluss. Jährlich sterben in Deutschland immer noch etwa 48.000 Frauen an einem Brustkrebs. Patientinnen, die plötzlich mit dieser gravierenden Diagnose konfrontiert wurden, hatten früher große Schwierigkeiten zu entscheiden, wo und wie sie sich behandeln lassen sollten. Durch die Definition der Anforderungen und Einrichtungen zertifizierter Brustzentren durch die Deutsche Gesellschaft für Senologie und die Deutsche Krebsgesellschaft, gibt es nun endlich auch in Deutschland klare Anforderungen an die strukturellen Voraussetzungen für die immer komplexer werdende optimale Behandlung und Diagnostik dieser Erkrankung.
Die Komplexizität und auch weitergehende Verbesserungen und Veränderungen in der Brustkrebsbehandlung lassen alleine die Behandlung in solchen oder angebunden an solche Zentren angemessen erscheinen. Hervorzuheben ist hier die Bedeutung der Interdisziplinerität, in welcher Frauenärzte, Internisten, Onkologen, Strahlentherapeuten und Diagnostiker sowie Chirurgen und Plastische Chirurgen eingebunden sein müssen, so dass jedes Fachgebiet der Patientin zur Seite stehen kann. Häufig gibt es hier auch durchaus alternative Optionen und unser modernes Konzept der autarken Patientenentscheidung setzt voraus, dass auch die entsprechenden fachlichen Alternativen vorhanden sind und hierzu Beratung angeboten wird.
Trotz der Etablierung von Brustzentren gibt es hier natürlich auch Inhomogenitäten. Selbst für den mit Brusterkrankungen befassten Arzt ist es schwierig, einen Überblick zu behalten, so dass der vorliegende medführer „Brustzentren“ als klar strukturierter Atlas der Brustzentrumslandschaft in Deutschland sowohl der Patientin wie auch dem Mediziner als Übersicht und Wegweiser dienen kann. |
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