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Prof. Dr. Dr. h.c. mult. M. Büchler |
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Bösartige Neubildungen sind nach den Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache in der Bundesrepublik Deutschland. Über 217.000 Menschen verstarben im Jahr 2007 an Krebserkrankungen überwiegend der Atmungsorgane, Verdauungsorgane, Brustdrüse, Geschlechtsorgane sowie des lymphatischen Gewebes und der blutbildenden Organe.
Im Zuge des demografischen Wandels unserer modernen Gesellschaft mit einer Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung ist mit einem weiteren Anstieg der Häufigkeit von Krebserkrankungen zu rechnen. Diesem Problem gegenüber steht in der modernen Tumormedizin ein immer umfangreicher und differenzierter werdendes Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten zur Verfüg-ung. So wurden beispielsweise die medikamentöse Therapie über die klassischen Chemotherapeutika hinaus um verschiedene Substanzen erweitert, die selektiv auf bestimmte Zelltypen und einzelne Zellfunktionen wirken und so das Tumorwachstum hemmen können. Vielfach wird diese medikamentöse Therapie mit einer Strahlentherapie kombiniert, um eine bessere lokale Tumorkontrolle zu erreichen.
Die Tumorchirurgie im Bereich der Viszeralchirurgie nutzt heute zunehmend auch die Möglichkeit, die operative Entfernung des Tumors mit einer solchen Zusatzbehandlung zu kombinieren. Damit lassen sich die lokale Tumorkontrolle und oft auch die Prognose der Krebserkrankung günstig beeinflussen. Die moderne Onkologie erfordert also ein effizientes Zusammenwirken unterschiedlichster Fachdisziplinen auf einem hohen Niveau, an dem Klinikärzte ebenso wie Praxisärzte beteiligt sind.
Mit dem medführer Krebs steht dem betroffenen Patienten, dem Angehörigen, aber auch dem ratsuchenden Arzt ein schnell zugängliches und übersichtliches Informationsmedium zur Verfügung, um sich zielsicher über die Behandlungsmöglichkeiten in einem geographischen Raum zu informieren. Hierzu erhält er in strukturierter Form aktuelle Informationen über Leistungsspektrum und Schwerpunkte geeigneter Behandlungszentren, deren diagnostische Möglichkeiten, technische Ausstattung, personelle Kapazitäten und die Verfügbarkeit verschiedener Behandlungsmethoden. Durch entsprechende Links im Internet auf Abteilungen und Webseiten ist eine unkomplizierte Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Institution möglich. Der medführer „Krebs“ wird damit zu einem wichtigen Nachschlagewerk über aktuelle Leistungs- und Qualifikationsdaten, um den Ratsuchenden entsprechend den individuellen Bedürfnissen über die am besten geeigneten Institutionen zu informieren.
Prof. Dr. med. Markus W. Büchler Ärztlicher Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg |
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