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Das Interesse an der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie hält nach wie vor an. Neben den rein ästhetischen Eingriffen hilft sie, Geburtsgebrechen zu korrigieren und Verunfallten und Kranken zu helfen.
Eine immer größere Bevölkerungsschicht beansprucht den ästhetischen Teil der Disziplin, ganz nach dem Motto „Schönere Menschen haben es leichter“ oder wie Stendhal meinte „Schönheit ist ein Versprechen des Glücks“. Die Zunahme der Eingriffe hat zudem etwas mit dem Wunsch des ewigen Jungseins zu tun. Man kann geradezu von einem Boom sprechen, der vor ungefähr 15 Jahren begonnen hat. Die Eingriffe steigen weltweit an. Die Methoden und Eingriffe werden immer raffinierter, weniger invasiv, die Resultate immer besser.
Schön und jung bleiben ist kein Anspruch des 20. und 21. Jahrhunderts. Bereits im alten Ägypten war die Schönheit ein Thema. Die Pharaone z.B. wurden in Stein gehauen. Schön musste das Abbild sein und es entsprach, wen wundert’s, selten der Wirklichkeit!
Die Mitglieder der Schweizerischen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie und somit die im medführer aufgeführten Fachärzte decken mit einer vom Bund und der FMH reglementierten Weiterbildung über sechs Jahre alle drei Gebiete bestens ab. Sie sind befähigt, jeden Fall sorgfältig abzuklären und entweder Eingriffe oder Therapien vorzuschlagen. Dabei unterscheiden sie zwischen Machbarem und Wünschbarem. Es gehört zur Berufsethik, nicht alles Wünschbare auszuführen, auch wenn es machbar ist. Dies gilt insbesondere bei ganz jungen PatientInnen, deren Besuch beim Plastiker oft mehr mit einem „mal-être“ als mit reiner Ästhetik zu tun hat. Letztlich muss auch für den Plastiker gelten, dass reine äußere Schönheit nicht genügt. Wenn die Seele nicht mitschwingt, vermag das schönste Äussere nicht zu helfen oder überzeugen!
Es ist ein großes Anliegen der Schweizerischen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, dass AnwärterInnen auf ästhetische Eingriffe in kompetente und erfahrene Hände gelangen. Der Hinweis auf Gefahren und Risiken kann nicht genug wiederholt werden. Die Information, welche der medführer enthält, stellt ebenfalls auch die Gewähr dieser letztgenannten Kompetenz dar, da nur Ärzte mit der entsprechenden Weiterbildung und somit Fachwissen und Erfahrung aufgeführt sind.
Dr. med. Jean-François Emeri Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie 2006/2008 |
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