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Bei jährlich 55.000 Neuerkrankungen an Brustkrebs und über 20.000 Frauen, die daran sterben, ist in der Brustkrebsbehandlung das Zusammenwirken aller Fachrichtungen gefordert. Wird die Forschung in dieses interdisziplinäre Konzept einbezogen, lässt sich eine deutliche Verbesserung der Prognose für die Frauen erzielen. Denn es können neu entwickelte Therapien so rasch wie möglich in der Praxis eingesetzt werden.
Im Jahr 2000 wurde in Deutschland mit der Entwicklung eines Zertifizierungsverfahrens für Brustkrebszentren begonnen. Die Zielsetzung war die Verbesserung und Standardisierung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Qualitätsstandards für die Brustkrebszentren sind in den Leitlinien der European Society of Mastology (EUSOMA), der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) gefordert und müssen von den jeweiligen Bewerbern um das Zertifikat erfüllt werden.
Die Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Senologie und Deutsche Krebsgesellschaft haben mit der S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Brustkrebs die Möglichkeit geschaffen, eine Standardisierung in den interdisziplinären Behandlungsempfehlungen zu erzielen.
Dieses Konzept für eine flächendeckende gesicherte Versorgungsqualität in multidisziplinären Brustkrebszentren ist inhaltlich mit den europäischen Leitlinien und den Empfehlungen des Europäischen Parlaments abgestimmt.
Zertifizierte Brustkrebszentren müssen diese Leitlinien umsetzen. Das Zertifikat bietet den Brustkrebspatientinnen die Sicherheit, dass die behandelnden Ärzte die vorgegebenen Standards einhalten.
Der medführer „Brustkrebszentrum“ unterstützt Brustkrebspatientinnen und ihre Angehörigen sowie ihre behandelnden Ärzte in der Suche nach einem wohnortnahen Brustzentrum, in dem sie qualitätsgesicherte Diagnostik und Behandlung erfahren. |
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