
Es gibt zwei Arten von Herpesviren. Die durch den Typ I verursachten Lippenbläschen sind wohl jedem bekannt. Vor ihrem Erscheinen bemerkt man zunächst ein Prickeln, Kribbeln, Jucken, Brennen, Taubheits- oder Spannungsgefühl und Rötung der Haut. Einige Stunden später entstehen Bläschen. Sie sind mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt, in der sich die Herpesviren in tausendfacher Konzentration befinden und vermehren. Entsprechend hoch ist die Ansteckungsgefahr für benachbarte Zellen beziehungsweise Hautstellen. Deshalb: Finger weg von Herpesbläschen, Borken oder Krusten! Falls es doch passiert: sofort gründlich die Hände waschen. Die aus der Wunde austretende Flüssigkeit ist hoch infektiös! In der Abheilungsphase platzen die Bläschen auf und verkrusten. Nach der Abheilung ziehen sich die Herpes-Viren wieder in ihre Nervenknoten zurück und ruhen bis zum nächsten Ausbruch.
Typ II ist vor allem für den unangenehmen Genitalherpes verantwortlich. Diese Infektion wird zwar durch Geschlechtsverkehr übertragen, ist jedoch keine Geschlechtskrankheit.
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Verwendete Quellen:
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Elisabeth Kanz Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie
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