
Viele Menschen sind mit dem Herpes-simplex-Virus infiziert. Aber nur bei etwa jedem 5. bricht die Krankheit aus. Durch kleine Verletzungen dringt das Virus in den Körper ein und wandert entlang der Nervenbahnen in die Nervenknoten. Dort ruht es, bis irgendein Reiz den Ausbruch der Erkrankung auslöst. Dies kann Jahre dauern, oder auch nie passieren. Eine frühzeitige antivirale Behandlung lindert und verkürzt den Krankheitsverlauf.
Die Übertragung von Herpesviren erfolgt durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion, beim Küssen, beim Geschlechtsverkehr oder während der Geburt. Nach Erstinfektion im Kindesalter, oft ohne wesentliche Krankheitszeichen, bleiben 90 Prozent der Infizierten lebenslang Virusträger. Die Viren lauern sozusagen in der Haut oder im Nervengewebe. Bei geschwächtem Immunsystem, nach intensiver Sonnenbestrahlung sowie bei körperlicher Anstrengung können immer wieder Erkrankungen auftreten.
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