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Haarausfall - Behandlung / Therapie

Gründe für die Behandlung des Haarausfalls

Ein gesundes und üppiges Haupthaar gilt gemeinhin als Indiz für Jugend, Vitalität, und sexuelle Leistungsfähigkeit. Gesundheit und Erfolg im beruflichen wie im privaten Bereich werden ebenso damit assoziiert. Eine zunehmende Glatzenbildung wird deshalb von vielen Männern als psychische Belastung empfunden – man fühlt sich zurückgesetzt und weniger begehrt, beruflich wie privat – gerade wenn im persönlichen Umfeld des Betroffenen die meisten anderen Männer noch nicht unter Haarausfall leiden.

Behandlungsmöglichkeiten des Haarausfalls

Handelt es sich bei der Ursache des Haarausfalles nicht um einen genetisch bedingten Haarausfall, so ist in der Regel eine ursächliche Behandlung möglich und auch erfolgversprechend.

Beim genetisch bedingten Haarausfall ist jedoch eine ursächliche Behandlung aufgrund der genetischen Komponente nicht möglich. Eine Behandlung mit Medikamenten oder Lotionen verspricht daher nur geringe bis praktisch keine Erfolgsmöglichkeiten.

In früheren Zeiten bestand die einzige „Behandlungsmöglichkeit“ im Bedecken der kahlen Stellen mit Perücken oder Toupets. Eine weitere Möglichkeit der jüngeren Vergangenheit war die Haarverdichtung und Haarergänzung, das sog. Hair-Weaving.

Erst die modernen Methoden der Haarverpflanzung brachten jedoch einen dauerhaften Erfolg und gleichzeitig immer bessere kosmetische Ergebnisse. Zunächst wurden hierbei sog. Spalthaut-Transplantate verwendet. Die immer weiter verfeinerten chirurgischen Methoden führten zur Verpflanzung sog. „Follicular units“ (bestehend aus ein bis vier Haaren), die in der Regel an den kahlen Stellen in kleine Stanzlöcher in der Kopfhaut verpflanzt werden (FUE-Technik).

Die modernste und auch schonendste Technik der Eigenhaarverpflanzung basiert auf Lasertechnologie. Hierbei handelt es sich um die Eigenhaarumverteilung mittels „Hairlase“.

Eigenhaarumverteilung mit Lasertechnologie – sog. „Hairlase“

Voraussetzungen

Voraussetzung für den Einsatz der Lasertechnologie zur Eigenhaarumverteilung ist eine eingehende ärztliche Untersuchung und Beratung. Dabei muss zunächst sicher ausgeschlossen werden, dass der Haarausfall eine andere Ursache hat als genetisch bedingter Haarausfall. Nur dann kann gewährleistet werden, dass das Haar nach der Verpflanzung auch lebenslang weiter wächst.

Eine weitere Voraussetzung ist natürlich das Vorhandensein eines ausreichend breiten Haarkranzes am Hinterkopf als Entnahmequelle für die Transplantate (Grafts) sowie eine ansonsten gesunde Kopfhaut an den zu verpflanzenden Stellen.

Vorgehensweise

Zunächst wird am Hinterkopf im Bereich des Haarkranzes ein schmaler Hautstreifen herausgeschnitten und die Wunde in einer speziellen Nahttechnik wieder vernäht. Die hierbei zurückbleibende Narbe ist nur strichförmig dünn und kann problemlos durch das darüber liegende Haar verdeckt werden. Der entfernte Hautstreifen mit den enthaltenen Haarwurzeln wird dann von geschultem Laborpersonal mit äußerster Präzision in kleinste Einheiten – sog. Single-, Double- und Triple-Grafts (mit einer, zwei und drei Haarwurzeln) - aufgeteilt und für die Verpflanzung vorbereitet. Anschließend werden diese Transplantate in kleinste, durch den Laser geschaffene Kanäle in der Kopfhaut eingepflanzt. Hierbei können in einer Operation bis zu 2.500 Laserimpulse gesetzt werden. Dies ist in der Regel ausreichend um selbst eine komplette Glatze wieder vollständig mit Haar zu bedecken. Die Triple-Grafts, die für mehr Volumen sorgen, werden dabei überwiegend im hinteren und oberen Kopfbereich eingesetzt, Single- und Double-Grafts weiter vorne.

Die gesamte Operation wird unter lokaler Betäubung durchgeführt und ist für den Patienten völlig schmerzfrei. Die Dauer der Operation liegt bei zwei bis vier Stunden.

Postoperativer Verlauf

Der stationäre Aufenthalt zur Durchführung der Laser-Eigenhaarumverteilung beschränkt sich auf den Tag der OP. Bereits am nächsten Tag kann der Patient das Institut wieder verlassen. Schon nach wenigen Tagen sind keine Operationsspuren mehr zu sehen; die Fäden der Wunde am Hinterkopf werden nach ca. zwei Wochen entfernt.

In diesem Zeitraum ist eine gewisse Rücksichtnahme erforderlich. Schwere Arbeiten und Sport sollten vermieden werden, ebenso sind Sauna- oder Solariumsbesuche verboten und die Kopfhaut sollte nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Auch staubige Räumlichkeiten können den Heilungsprozess negativ beeinflussen.

Nach ca. drei Monaten fangen die neuen Haare an, ganz natürlich zu wachsen. Nach sechs bis sieben Monaten sind die transplantierten Stellen voll behaart und nach ca. zehn bis zwölf Monaten ist das fertige Endergebnis sichtbar. Das umverteilte Haar wächst dann an seinem neuen Platz genauso wie das restliche natürliche Haar und kann genauso wie dieses gepflegt und geschnitten werden.

Sollte es nicht möglich gewesen sein, bereits mit der ersten Operation ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, dann kann nach zwölf Monaten in einem zweiten Eingriff das Haar insgesamt oder auch nur an einzelnen Stellen weiter verdichtet werden.

Vorteile der „Hairlase“-Methode

Durch den Einsatz der Lasertechnologie entstehen bei der Transplantation (mit Ausnahme an der Entnahmestelle) keine Narben. Die Verpflanzung kann wesentlich präziser erfolgen als mit herkömmlichen chirurgischen Methoden. Der Erfolg hängt nicht nur von der sicheren Hand und dem scharfen Auge des Operateurs ab. Durch den Einsatz eines Scanners wird die optimale Verteilung der zu verpflanzenden Haarwurzeln auf die kahlen Stellen ermittelt. Dadurch ist es möglich, ein sehr gleichmäßiges und natürliches Ergebnis zu erzielen. Darüber hinaus werden die Behandlungsdauer und die körperliche Belastung für den Patienten gegenüber anderen Methoden reduziert.

Die persönlichen Wünsche des Patienten können weitgehend berücksichtigt werden. So kann dieser – auch in Rücksprache mit einem Friseur – festlegen, in welche Richtung das neue Haar wachsen soll um so später seine Wunschfrisur verwirklichen zu können.

Durch die hohe Genauigkeit ist es nicht nur möglich, größere kahle Stellen zu bedecken. Es kann auch einfach nur der Haaransatz modifiziert werden oder die Technik kann z. B. eingesetzt werden zum Ersatz ausgefallener Augenbrauen.

Kosten der Behandlung

Die Kosten der Behandlung hängen natürlich von den individuellen Gegebenheiten ab und müssen in jedem Falle in einem persönlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt ermittelt werden. Prinzipiell sind die Kosten abhängig von der Anzahl der einzelnen Transplantate (Grafts). Für jedes Transplantat wird ein Laserimpuls gesetzt und die Gesamtzahl der Laserimpulse richtet sich natürlich nach dem Umfang des Haarausfalls.

Die Kosten für 1.000 Laserimpulse pro Behandlung belaufen sich auf ca. 8.100,- EURO. Bei 1.500 und mehr Laserimpulsen pro Behandlung liegen die Kosten bei maximal 12.000,- EURO. Bis zu 2.500 Grafts können pro Eingriff transplantiert werden.

weitere Infos zum Thema Hairlase finden sie hier!

letzte Aktualisierung: 22.05.2012

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