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Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten


Sex_in_der_PartnerschaftAls Geschlechtskrankheiten werden die Krankheiten bezeichnet, die vorrangig durch sexuellen Kontakt übertragen werden und für die eine gesetzliche Meldepflicht für Ärzte bestand oder noch besteht. Während noch in den Achtziger Jahren mit dem Aufkommen von AIDS ein deutlicher Rückgang der klassischen Geschlechtskrankheiten Tripper, Syphilis, Weicher Schanker und Lymphogranuloma venereum zu verzeichnen war, nehmen die Neuinfektionen in den letzten Jahren im europäischen Raum wieder zu.

Wie kann ich mich vor Geschlechtskrankheiten schützen?


Der beste Schutz vor Geschlechtskrankheiten besteht in der Benutzung von Kondomen. Diese Vorsichtsmaßnahme bietet zwar keinen hundertprozentigen Schutz, reduziert aber das Risiko einer Ansteckung auf ein Minimum. Menschen mit wechselnden Sexualpartnern sollten beim Geschlechtsverkehr immer ein Kondom benutzen. Nur so ist ein Schutz vor Geschlechtskrankheiten möglich, da sich die meisten Erreger in der Scheidenflüssigkeit und im Sperma befinden.

Wie werden die Erreger von Geschlechtskrankheiten übertragen?


Eine Infektion mit einer Geschlechtskrankheit findet dann statt, wenn die krankmachenden Erreger in den Köper gelangen. Dabei ist es egal ob dies über den "normalen" Geschlechtsakt oder über Oral- und Analverkehr geschieht. Es nützt also nichts ein Kondom zu verwenden, um sich vor einer Schwangerschaft zu schützen und ungeschützten Oral- oder Analverkehr zu haben.

Wie erkenne ich ob mein Sexualpartner eine Geschlechtskrankheit hat?

Geschlechtskrankheiten können häufig lange symptomlos verlaufen oder nur leichte Symptome verursachen, die nicht auf eine Geschlechtskrankheit zurück geführt werden. Ein bereits Infizierter kann lange nichts von seiner Erkrankung wissen oder bemerken und so weiter andere Sexualpartner anstecken. Der Schutz durch eine Kondom ist daher unumgänglich, da man seinem Gegenüber eine Geschlechtskrankheit nicht ansehen kann.

Sind Geschlechtskrankheiten heilbar?

Die Heilung von vielen Geschlechtskrankheiten ist heute möglich, wenn Sie frühzeitig behandelt wird. Aber auch nicht heilbare Krankheiten wie AIDS, können durch konsequente medikamentöse Behandlung lange Zeit an einem Ausbruch gehindert werden.

Wer behandelt Geschlechtskrankheiten?

Geschlechtskrankheiten werden durch den Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten behandelt. Aber auch Urologen und Gynäkologen diagnostizieren und behandeln sexuell übertragbare Erkrankungen. Wichtig ist, dass man sich bei einem Verdacht auf eine Infektion von einem der oben genannten Ärzte untersuchen lässt. Dieser wird in der Regel einen Abstrich oder eine Blutuntersuchung anordnen, um den Verdacht zu bestätigen oder zu widerlegen.

Klassische Geschlechtskrankheiten

Tripper (Gonorhoe)
Syphilis (Lues) - Anonyme Meldepflicht an das Robert-Koch-Institut
Weicher Schanker (Ulcus molle)
Lymphogranuloma venereum

Heute bedeutende Geschlechtskrankheiten

AIDS und HIV-INfektion - Nicht namentliche Meldepflicht an das Robert-Koch-Institut
Hepatitis B - Namentliche Meldepflicht an das Gesundheitsamt
Chlamydien
Trichomonaden
Filzläuse
Herpes genitalis
HPV-Infektion





letzte Aktualisierung: 11.02.2010
Autor - medführer-Redaktion 
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