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Zysten und Myome - Hintergrund / Einleitung

Unter den vielen Fachausdrücken der Mediziner gibt der Begriff "Tumor" am häufigsten Anlaß zu Mißverständnissen und grundlosen, überflüssigen Ängsten. Ein typisches Beispiel: Der Frauenarzt/die Frauenärztin entdeckt bei der Untersuchung Zysten an den Eierstöcken der Frau. Er notiert auf dem Krankenblatt oder in der Klinikeinweisung die Diagnose "Adnextumor" und meint damit nur, daß sich etwas Geschwulstartiges an den "Adnexen" (= Anhang der Gebärmutter), also an Eierstöcken oder Eileitern, gebildet hat.

 Bei dem Wort "Tumor" denken die meisten Menschen an "Krebs". Eierstockzysten sind jedoch fast immer gutartige Gebilde, die mit Krebs nichts zu tun haben, stellt der Berufsverband der Frauenärzte fest. Das gleiche gilt für Myome. Auch bei diesen Geschwülsten der Gebärmuttermuskulatur ist das Risiko einer bösartigen Veränderung ausgesprochen gering.

Beide Gebilde, Zysten und Myome, sind weit verbreitet und werden heute immer öfter von den Frauenärzten bei routinemäßigen Ultraschall-Untersuchungen entdeckt. In vielen Fällen läßt es der Arzt bei der Diagnose bewenden und empfiehlt seiner Patientin lediglich: Abwarten.

Das gilt insbesondere für die Zysten. Diese flüssigkeitsgefüllten Hohlräume können in jedem Lebensalter auftreten, einzeln oder in größerer Zahl, an einem oder an beiden Eierstöcken. Sie wachsen nicht durch Wucherungen von Zellen, sondern durch die Ansammlung von Gewebeflüssigkeit. Die häufigste Ursache für eine Zystenbildung am Eierstock ist ein Eibläschen (Follikel), das beim Eisprung nicht wie normal geplatzt ist.

Kleine Zysten verursachen meist keine Beschwerden, manchmal gibt es allerdings einseitige, ziehende Unterbauchschmerzen oder ein unangenehmes Druckgefühl. Auch unregelmäßige oder starke Blutungen kommen vor. Große, gestielte Zysten können sich um ihren Stiel drehen und plötzlich heftige Schmerzen auslösen.

letzte Aktualisierung: 25.01.2010
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