In vielen Fällen lohnt es sich, das Wachstum der Zyste zunächst zu beobachten, weil sie sich oft von allein wieder zurückbildet. Auch die Einnahme der Pille oder anderer Hormonpräparate kann ihr Wachstum stoppen. Dennoch sollten auch Zysten, die wahrscheinlich gutartig sind und noch keine Beschwerden verursachen, regelmäßig durch Ultraschall und Tastuntersuchungen überwacht werden, betont der Berufsverband der Frauenärzte. Wenn sie besonders schnell wachsen, auf Medikamente nicht ansprechen, der Frau stärkere Beschwerden bereiten oder bei der Ultraschall-Untersuchung doch als verdächtig erscheinen, wird die Frauenärztin/der Frauenarzt zu ihrer Entfernung raten.
Auch Myome sind häufig ungefährlich und nur manchmal der Grund zu einem operativen Eingriff. Diese gutartigen Geschwülste entstehen in der glatten Muskulatur der Gebärmutter und finden sich nach dem 35. Lebensjahr bei fast jeder dritten Frau. Verursachen sie keine Beschwerden, reicht die regelmäßige gynäkologische Überwachung aus. In den Wechseljahren bilden sie sich wegen der nachlassenden Hormonproduktion meist ganz zurück.
Je nach Ausdehnung können Myome allerdings zu starken und verlängerten Regelblutungen und zu einem Druckgefühl im Unterbauch führen. Manchmal drücken sie auch auf Blase oder Darm und verursachen so Beschwerden. Auch Kreuzschmerzen sind oft die Folge von Myomen.
Die Frauenärztin/der Frauenarzt kann versuchen, das Myom mit neuartigen, hormonellen Gegenspielern des Östrogens (sogenannten GnRH-Agonisten) zum Schrumpfen zu bringen. Auf diese Weise bleibt heute vielen Frauen eine Operation erspart. In anderen Fällen reicht es aus, lediglich einzelne Myome zu entfernen, so daß die Gebärmutter erhalten bleibt.
Wenn jedoch die Myome sehr zahlreich sind, trotz medikamentöser Behandlung immer wieder nachwachsen und Beschwerden verursachen, wird die Frauenärztin/der Frauenarzt eine Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) empfehlen.
Die bei der Untersuchung und Behandlung von Zysten und Myomen eingesetzten Verfahren haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert, betont der Berufsverband der Frauenärzte. In vielen Fällen kann heute ohne einen Leibschnitt operiert werden. Mit Hilfe der sogenannten "Schlüsselloch-Chirurgie" lassen sich heute viele Zysten und auch manche Myome ohne Öffnung der Bauchdecke, im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie oder Pelviskopie) entfernen.
Die Vorteile der endoskopischen Operationen beschränken sich nicht auf den günstigen kosmetischen Effekt, unterstreicht der Berufsverband der Frauenärzte. Diese ursprünglich von Gynäkologen entwickelte Methode ist auch weniger belastend und verursacht geringere Schmerzen. Die Patientinnen genesen nach dem Eingriff schneller und können die Klinik schon bald verlassen.
Auch die Ängste und seelischen Belastungen durch die Operation sind geringer. Da sich die Patientin schneller von dem Eingriff erholt, tragen endoskopische Operationen außerdem zur Kostenminderung im Gesundheitswesen bei, heißt es abschließend in der Mitteilung des Gynäkologenverbandes
Ein neues, non-invasives Verfahren zur Myomentfernung ist der MR-gesteuerte Fokussierte Ultraschall (MRgFUS). Hierbei wird durch die gezielte Bündelung von Ultraschallwellen im Innern des Körpers das Myom punktgenau erhitzt. Dort wird eine lokale Temperatur von 60 bis 80 Grad Celsius erzeugt, wodurch das Myom eingeschmolzen und zerstört wird, während das umliegende Gewebe verschont und unverletzt bleibt. Das Myom schrumpft und bereitet keine Beschwerden mehr. Das abgestorbene Gewebe wird im Laufe der nächsten Wochen vom Immunsystem der Patientin selbständig abgebaut. Die Therapie wird ambulant durchgeführt und gewährleistet der Patientin eine schnelle Rückkehr zum normalen Tagesablauf. Allerdings können nur günstig liegende Myome behandelt werden, um Verletzungen anderer Organe zu vermeiden. Da das Verfahren noch sehr neu ist, wird es in der Regel nicht von den Kassen übernommen.
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Verwendete Quellen: Berufsverband der Frauenärzte e.V.
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