
Im Allgemeinen lässt sich das PMS schon durch ausgewogene Ernährung mit Aufnahme ungesättigter Fettsäuren, Verzicht auf Koffein, Schokolade, Nikotin und Alkohol und verstärkter sportlicher Aktivität (ausreichender Bewegung) beherrschen. Als Nahrungsergänzung haben sich Magnesium, Vitamin B6 (in Dosen bis zu 100 mg pro Tag) und Zink bewährt.
Um die häufig sehr unangenehmen psychischen Symptome des PMS zu verbessern, können zusätzliche Entspannungsmaßnahmen wie Yoga oder autogenes Training den Betroffenen die "kritischen Tage vor den Tagen" erleichtern.
Ein Trockenextrakt aus Mönchspfeffer eignet sich als wirksame und gut verträgliche Alternative bei Frauen mit prämenstruellem Syndrom. Dem Mönchspfeffer (Agnus castus) wird eine gestagenartige Wirkung zugeschrieben, die zu einer Harmonisierung des hormonellen Gleichgewichtes führt. Vor allem Beschwerden wie Nervosität, Gereiztheit, Wassereinlagerungen oder Spannungsgefühl der Brüste sprechen gut auf Mönchspfeffer an. Agnus castus wird hauptsächlich in pflanzlicher Form eingesetzt und ist in zahlreichen Kombinationspräparaten enthalten, die eine deutliche Besserung der Beschwerden bewirken können.
Mehr als 5 Prozent der Frauen haben jedoch so starke Beschwerden, dass die Lebensqualität enorm einschränkt ist und sie eine ärztliche Behandlung benötigen. Sie leiden an einer Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS), der schwersten Form des PMS. Als medikamentöse Therapie kommen je nach Schwere unterschiedlichste Arzneimittel zum Einsatz, z. B. Psychopharmaka, harntreibende Medikamente, Schmerzmittel, aber auch Mönchspfeffer. Treten massive psychische Beschwerden auf, so kann auch eine zusätzliche psychologische Betreuung sinnvoll sein.
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