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Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) - Krankheitsrückfall

Krankheitsrückfall beim Ovarialkarzinom


Leider kommt es im Rahmen eines fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms trotz initial optimaler Behandlung in ca. 75 Prozent der Fälle zu einem Rezidiv (erneutes Auftreten der Erkrankung). Hierbei unterscheidet man zwischen einem sogenannten Frührezidiv (Wiederauftreten innerhalb der ersten 6 Monate nach primärer Behandlung) und einem sogenannten Spätrezidiv (Wiederauftreten frühestens 6 Monate nach primärer Behandlung). Die Prognose beim Ovarialkarzinom ist umso günstiger, je größer der Zeitraum zwischen initialer Behandlung und Wiederauftreten der Erkrankung ist.

Therapie beim Rezidiv eines Ovarialkarzinoms


Die Therapie beim Rezidiv eines Ovarialkarzinoms beinhaltet je nach Allgemeinzustand der Patientin erneut eine Chemotherapie und im Falle eines Spätrezidivs ggf. eine erneute Operation.

Bei den Frührezidiven (0-6 Monate) steht die Erhaltung der Lebensqualität im Vordergrund. Man geht von einer Platin-Chemotherapie-Resistenz aus, sodass hier andere Chemotherapeutika wie Gemcitabine, Topotecan, und/oder pegyliertes liposomales Doxorubicin als alternative Behandlungsoptionen sinnvoll sind. Eine Kombinationstherapie (Verwendung von zwei Chemotherapeutika) bietet hier keinen Vorteil gegenüber einer Monotherapie (Verwendung nur eines Chemotherapeutikums).

Im Gegensatz dazu spricht man bei den Spätrezidiven (>6 Monate) von einer Platin-sensiblen Erkrankung. Hier erscheint die Kombinationstherapie der Monotherapie überlegen. Ob eine zusätzlich erneute Operation einen Benefit für die Patientin beinhaltet wird aktuell in Studien untersucht.

Eine Sonderstellung nehmen die sogenannten Borderline Tumore ein. Sie stehen in Ihrem Verhalten zwischen den gutartigen Eierstocktumoren und dem Eierstockskrebs. Der Unterschied zum Ovarialkarzinom ist die fehlende Aggressivität, jedoch kann sich im Laufe der Zeit aus einem Borderlinetumor ein Ovarialkarzinom entwickeln. Die Therapie besteht in einer operativen Entfernung der Ovarien und des großen Netzes, da hier Absiedelungen des Tumors gefunden werden können. Eine zusätzliche Chemotherapie ist in der Regel nicht notwendig.

Bei bestehendem Kinderwunsch kann im Einzelfall ein Eierstock erhalten werden. Dieses Vorgehen beinhaltet jedoch ein erhöhtes Risiko für eine Rezidiv-Erkrankung.

Heilungschancen beim Ovarialkarzinom


Die Prognose beim Ovarialkarzinom hängt zum einen wesentlich sowohl vom initialen Tumorstadium als auch von der kompletten Entfernung des Tumors ab. So haben die Patientinnen die günstigste Prognose, bei denen nach der Operation kein Tumorrest mehr nachzuweisen ist. Zusätzlich spielen das Alter und der Allgemeinzustand eine wichtige Rolle. Zum anderen ist das Ansprechen des Ovarialkarzinoms auf die gegebene Chemotherapie von entscheidender Bedeutung.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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