Unter dem Begriff Libidomangel versteht man eine Störung des sexuellen Appetenzverhaltens, die sich als sexuelle Funktionsstörung oder fehlendes sexuelles Interesse äußern kann. Libidomangel schließt sexuelle Befriedigung oder Erregung nicht aus, sondern bedeutet, dass sexuelle Aktivitäten seltener initiiert werden. Mangel oder Verlust des Sexualverlangens äußert sich in einer Verminderung von Suchen nach sexuellen Reizen, Denken an Sexualität mit Verlangen oder Lust , sexuellen Phantasien.
Das Interesse an sexuellen Aktivitäten oder Masturbation besteht seltener als nach Alter und Umständen zu erwarten und die Häufigkeit ist deutlich gesunken. Libidoverlust kann infolge von z.B. einer
Ovarektomie,
Strahlentherapie oder
Chemotherapie auftreten.
Sexualverlangen ist die erste wichtige Einheit des sexuellen Reaktionszyklus welche der Erregungs- und Orgasmusphase vorausgeht. Es ist die Phase der sexuellen Einstimmung in der die Lust zu Sexualität, das Begehren mit Phantasien und sexuellen Tagträumen aufkommt oder eben nicht wie bei vielen Patientinnen bei genauer diagnostischer
Aufklärung beobachtet.
Patientinnen leiden darunter, dass sie trotz Liebe und harmonischer Partnerschaft kein Verlangen nach sexuellen Kontakten entwickeln, sondern Sexualität als etwas Überflüssiges und Fremdes erleben auf das sie problemlos verzichten könnten.
letzte Aktualisierung: 25.01.2010