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Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom) - Behandlung / Therapie

Wie sieht die Behandlung aus?

Die Operation ist beim Endometriumkarzinom die Methode der Wahl und bei den meisten Patientinnen möglich. Dabei werden Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter entfernt. Wird der Tumor in einem sehr frühen Stadium entdeckt, ist eine alleinige Operation als Therapie in der Regel ausreichend.


Noch während der Operation wird das entnommene Gewebe mikroskopisch untersucht. Sollte ein erhöhtes Ausbreitungsrisiko bestehen oder sich herausstellen, dass der Tumor über die Grenzen des Gebärmutterkörpers hinaus gewachsen ist, werden zusätzlich Lymphknoten aus der Organumgebung und eventuell auch ein Teil der Scheide entfernt. Wenn auch Nachbarorgane wie Blase und Enddarm betroffen sind, kann es nötig sein, auch diese Organe teilweise oder ganz zu entfernen.  


In fortgeschritteneren Stadien erfolgt zusätzlich zur Operation eine Strahlenbehandlung. Beim Endometriumkarzinom sind zwei Bestrahlungstechniken üblich, die häufig kombiniert angewendet werden. Bei der sog. Kurzdistanzbestrahlung (Brachytherapie) wird eine Strahlenquelle mehrmals für kurze Zeit in das Scheidengewölbe eingeführt und gibt energiereiche Strahlung "vor Ort" ab. Damit möchte man einem Rückfall im Scheidenbereich vorbeugen. Im Gegensatz dazu wird bei der Bestrahlung von außen (externe oder perkutane Bestrahlung) der ganze Beckenraum bestrahlt, wodurch ein Rückfall in dieser Region verhindert werden soll.


Als alleinige Therapiemaßnahme kommt die Bestrahlung dann in Frage, wenn eine Operation z. B. wegen Begleiterkrankungen oder des schlechten Gesundheitszustandes der Patientin nicht möglich ist. Bei der Kurzdistanzbestrahlung wird die Strahlenquelle dann direkt in die Gebärmutter eingeführt. Therapieansätze mit zellwachstumshemmenden Medikamenten (Chemotherapie) und Hemmstoffen des weiblichen Hormons Östrogen kommen hauptsächlich in fortgeschrittenen Stadien und bei Rückfällen, die nicht mehr anders zu behandeln sind, zum Einsatz. Dabei sprechen Tumoren, die feingeweblich als gut differenziert (ausgereift) eingestuft werden, besser auf Hormone an, schlecht differenzierte Tumoren besser auf eine Chemotherapie.

letzte Aktualisierung: 16.05.2012

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