Nur bei Endometrioseherden, die keinerlei Beschwerden verursachen und keine Wachstumstendenz zeigen, kann auf eine Behandlung verzichtet werden. Sonst gilt: je früher behandelt wird, desto besser sind die Aussichten, langfristig eine Beschwerdefreiheit und auch eine Heilung zu erreichen.
Welche Behandlung letztendlich gewählt wird, ist von der Ausdehnung und der Lokalisation der Erkrankung abhängig, aber auch vom Lebensalter einer Frau und von einem bestehenden Kinderwunsch. Deshalb kann eine Endometriosetherapie von Frau zu Frau individuell verschieden sein. Prinzipiell stehen medikamentöse und operative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die einzeln angewendet oder miteinander kombiniert werden können.
Bei einer schweren Endometriose oder einer endometriosebedingten Unfruchtbarkeit wird stets die operative Therapie im Vordergrund stehen. Dabei werden die Endometrioseherde mit Laser, Hitze oder mit dem Skalpell entfernt. Überwiegend erfolgt dies im Rahmen einer Bauchspiegelung, selten ist ein Bauchschnitt notwendig.
Meist wird nach dem Eingriff drei bis sechs Monate lang mit Hormonen nachbehandelt, um die operative Therapie zu unterstützen. Hier sind die langfristigen Erfolge am besten, und die Mehrzahl der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch wird danach schwanger. Aber auch nach dieser Behandlung kann es langfristig zum Wiederauftreten der Erkrankung kommen.
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