
Die Eierstöcke (Ovarien) sind nach dem Gebärmutterkörper am zweithäufigsten von einer Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane betroffen. Pro Jahr erkranken in Deutschland mehr als 9.000 Frauen. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter. Es gibt verschiedene Formen von Eierstockkrebs, am häufigsten entsteht der Tumor aus der oberflächlichsten Gewebeschicht, dem Epithel. Man bezeichnet diese Tumoren deshalb als "epitheliale Ovarialtumoren". Daneben gibt es die selteneren sog. Keimzelltumoren.
Die Ursachen für die Entstehung von Eierstockkrebs werden noch erforscht. Dabei hat sich gezeigt, dass das Erkrankungsrisiko sinkt, wenn eine Frau längerfristig die Pille zur Empfängnisverhütung eingenommen oder eines oder mehrere Kinder geboren und gestillt hat. Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn in einer Familie gehäuft Eierstockkrebs, evtl. auch Brustkrebs auftritt. Ererbte Veränderungen der Gene BRCA1 und/oder BRCA2, die auch für die Entstehung von Brustkrebs eine Rolle spielen, erhöhen das Erkrankungsrisiko stark.
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