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Dyspareunie - Hintergrund / Einleitung

Dyspareunie stellt ein häufiges weibliches Sexualproblem dar. Darunter versteht man Schmerzen bzw. körperliche Missempfindungen vor, während oder nach dem Geschlechtsverkehr. Patientinnen empfinden Missempfindungen wie z.B. Reizung, Brennen, Stechen, Schmerz oder Druck von unterschiedlicher Dauer und Intensität.

Frauen lokalisieren den Schmerz an der Vaginalöffnung, im Inneren, in der Tiefe der Vagina oder im Unterbauch. Der Schmerz kann als so mild und vorübergehend empfunden werden, dass er Verlangen, Erregung und Orgasmus nicht beeinträchtigt. Gelegentliches Auftreten von koitalen Missempfindungen, sei es durch z.B. aufgrund von Erregungsmangel mit anfänglicher verringerter Lubrikation oder durch ausgedehnten Geschlechtsverkehr werden nicht als Störung betrachtet. Dagegen werden andauernde und heftige Schmerzen, die in Auftreten und Intensität ausdrücken, als Störung erlebt.

Unter dem Begriff Dyspareunie werden auch wiederkehrende oder anhaltende genitale Schmerzen bezeichnet, die mit dem Geschlechtsverkehr einhergehen. Die Symptome werden nicht ausschließlich durch Vaginismus oder einer zu geringen Lubrikation verursacht, und nicht durch andere psychische Störungen, Substanzgebrauch oder körperliche Erkrankungen besser erklärbar. Die Symptome können von leichtem Unbehagen bis hin zu starken Schmerzen reichen.

Betroffene vertrauen sich ihrem Gynäkologen an, der dann aber keine genitalen Auffälligkeiten feststellen kann. Dyspareunie kann dazu führen, dass sexuelle Aktivitäten vermieden oder nur noch zögerlich aufgesucht oder ganz aufgegeben werden. Häufig handelt es sich um ein Zusammenspiel von körperlichen und psychischen Ursachen. Werden Schmerzen beim Verkehr erlebt, kann es zu Erwartungsängsten vor dem Wiederauftreten der Schmerzen führen, dieses wiederum kann die Erregung und damit die Lubrikation einschränken.

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letzte Aktualisierung: 25.01.2010
Autor - Dr. med. Sievers, Hamburg 
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