Im Fordergrund der
Therapie steht die Aufgabe dem Patienten bzw. dem Patientenpaar beziehungsorientierte Dimension von Sexualität bewusst zu machen und diese therapeutisch zu nutzen. Vielen Patienten bzw. Paaren ist nicht klar, dass auch die genitale/ koitale Sexualität eine von vielen Möglichkeiten ist, die in der Partnerschaft gesuchten Wünschen nach Geltung, Anerkennung, Zufriedenheit, Nähe, Geborgenheit etc. Zu verwirklichen. Es fällt auf, dass viele Paare die körpersprachliche Kommunikation und Verwirklichung dieser Wünsche sowohl als Zärtlichkeiten sehen, die Verbindung zu koitalen Sexualität aber nicht herstellen.
Die
Sexualtherapie wird man den spezifischen Bedürfnissen des Patienten bzw. Paares anpassen, wobei folgende Schwerpunkte für sich allein oder kombiniert eine Rolle spielen: Vermittlung von Wissen (über anatomische, physiologische und psychologische Abläufe der sexuellen Reaktion, sowie auch Korrektur von Fehlvorstellungen im Sinne des sexuellen Myten,z.B. vermeintliche, schädliche Auswirkungen der Masturbation), Abklärung gegenseitiger Vorstellungen, Vermittlung kommunikativer Strategien (sofern sich diagnostisch gezeigt hat, dass bereits allgemeine Kommunikationsschwierigkeiten für die Entwicklung oder Aufrechterhaltung der Funktionsstörung maßgeblich sein können)
letzte Aktualisierung: 04.02.2012